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596 Schili. — Schmidb erger.
das größere Publicum von Interesse. Unter der Presse befindet sich:
Geschichte der Lander des österr. Kaiserstaates, 10. Band. (Auch un.
ter dem Titel: Neueste Geschichte derLänder des österr. Kaiserstaates,
1. Band: Die Regierung Kaisers Leopold II. 1790—92.)
* Schili, Matthäus Christian, starb den 29. Iuny 1822
zu Fernitz.
* Schimmer, Carl August. Von ihm erschien: Neuestes Ge-
mälde von Wien, mit 3 Kuvf. und Plan, Wien 1337.
* Schittlersberg, Augustin Veit v., war den 10. Sept.
1751 geboren.
* Schleifer, Leop. Mich., heißt nicht Leov. Mich., son.
dern Math ias Leopold. Die Blüthen dieses acht österr. gemüthlich-
kräftigen und kräftig, gemüthlichen würdigen Dichters waren 1792 ge-
meinschaftlich mit Poesien F. E. G ruber's und B. v. A uffen b erg's
erschienen. Eine selbstständige Sammlung von S.'s Gedichten kam
1830 zu Wien unter dem bescheidenen Titel: „Poetische Versuche,"
heraus; eine Ausgabe letzter Hand. Der edelsten Würdigung und eines
ausgebreiteten Rufes werth, scheinen sie zu wenig bekannt zu seyn.
* Schlick, die Grafen. Der gegenwartige Standesherr, Graf
Franz Heinrich v. S . , ist den 23. May 1789 geboren.
Schmaltefabrik, k. k., zu Schlcgelmühl bey Glocknitz
in Niederösterreich, an der Schwarza, bestebl schon seit vielen Jahren
mit bedeutel.dem Betrieb. Der Verschleiß der Erzeugnisse dieses äranschen
Blaufarbenwerkes wird durch die k. k. Bergwerkeproducten-Verschleiß»
direction in Wien , in ihrer Hauptfactorie, nächst dem Rothenthunn«
thore Nr. 648, besorgt.
Schmidberger, I o s , Chorherr des Ptiftes S t .F lo r ian , ge-
boren zu Urfahr bey Linz den 4. Nov. 1773, begann und vollen-
dete seine Studien am Gymnasium und Lyceum zu L inz , worauf er
1796 in das regulirte Chorherrennift S t . F lor ian trat, und den 13.
Sept. desselben Jahres das Ordenskleid nahm. Die Theologie studirte
er in Linz, legte den 19. Oct. 1793 die feyerlichen Ordensgelübde ab,
und ward den 14. Sept. 1800 zum Priester geweiht. Bis 1810 Coo-
perator in Ausfelden, trat er in das Stift zurück und erhielt die
Leitung der Garten, wobey er sich um die Veredlung der Obstbaumzucht
im Stifte sowohl, als im Lande überhaupt entschiedene Verdiensie er-
warb. Von seinen Iugendjahren an ein Freund der Naturwissenschaften
(S. besitzt in diesem Fache eine vortrefflich gewählte Bibliothek), faßte
er den Plan zur Anlegung eines Naturalien-Cabinets im Stifte, zu
dessen Ausführung er 1824 mit Liebe und Eifer schritt, und das nun bey
seinem regen Fleiße und lobenslverther Thätigkeit ziemlich weit gediehen
ist. Seine im Drucke erschienenen Schriften sind: Leichtfaßlicher Unter-
richt von der Erziehung der Zwergdäume, Linz 1821. — Unterricht
von der Erziehung der Obstbäume, in einer krinschen Darstellung des
gegenwartigen Zustandes der Odstbaumzucht in Osterreich ob der Enns,
eb. l824. — Beyträge zur Obstbaumzucht und zur Naturgeschichte der
den Obstbäumen schädlichen Insecten, 4Thle., eb. 1827—36.—Kur-
zer practischer Unterricht von der Erziehung der Obstbaume in Gartentö-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie