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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 597 -
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Seite - 597 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6

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697 pfen, oder der sogenannten Oostorangerie-Bäumchen, eb. 1823. — S.'s theoretisches und practisches Wirken wurde nicht nur von den Landwirth- schafts-Gesellschaften in Wien und Grätz, welche ihn zu ihrem corre- spondirenden Mirgliede erwählten, gewürdigt/ sondern noch mehr liegt auch ein ehrenderBeweis.darin, daß ganz Oberösterreich, welches durch die Quantität seiner Obstbäume das freundliche Bild eines Ganens gewinnt, vorzüglich durch ihn angeeifert, in der Qualität der Obstbaume mäch- tig vorwärts zu schreiten beginnt und aus seiner Baumschule Mutter- bäume der edelsten Sorte bezieht, wodurch gewissermaßen vorzüglich für den Traun-, Hausruck- und Mühlkreis und das angränzende Viertel Ober - Wienerwald eine Epoche der Veredlung eines so wichtigen Cultur- zweiges eingetreten ist. * Schmidts, M., Witwe und Ign. Nlang's Buch- und Antiquarhandlung in Wien. Letzterer war schon vor 6 Jahren, noch bey Lebzeiten seines OheimS Mich. Schmidt in dessen Handlung getreten, nnd hatte sich seitdem auf das eifrigste verwendet und qualisicirt. Seit 1836 ist er öffentlicher Gesellschafter. Sein unge- mein thätiges, glückliches Streben und Wirken ging und geht auf die Erweiterung des Antiquargeschäftes aus, wobey vorzüglich große und seltene Werke berücksichtigt werden. Dieß wird Klang um so eher ge- lingen , da er nun ganz unabhängig walten kann. 1326 ließ er einen umfangreichen Antiquar-Catalog erscheinen. * Schmutz, Carl, setzt als Catastral-Schatzungs-Cammissar seine Arbeiten dermahl inSteyer fort. Er ist nicht 1731, sondern 1737 geboren. Schneider, Franz, Organist in dem Benedictinerstifte Melk, war geb. am 2. Oct. 1737 zu Pulkau in Niederösterreich. Bey seinen Anlagen zur Musik erhielt er Unterricht im Singen, in derVioline, auf dem Claviere, der Orgel, und in mehreren Blasinstrumenten. In seinem 16. Jahre war er Schulgehülfe in dem Dorfe Wäizendorf, dann zweyter Cantor in Pul kau; ein Jahr darauf wurde er Cantor in Retz; allein, da er hier seine Kenntnisse nicht erweitern konnte, kehrte er bald wieder nach Pulkau als erster Cantor zurück. 1757 erhielt er einen Ruf nach Purgstall, einem Marktflecken in der Nähe von Melk. Endlich nach dritthalb Jahren (1760) kam er nach Melk selbst, wo der große Albrechts berger sein Vorbild war. S. nahm von ihm Unterricht in der Composition, und bald nahte unter solcher Leitung sich sein Talent der Reife. An 6 Jahre war er Gehülfe, und Organist an der Pfarrkirche. Anfangs 1766, als sich eben Albrechtsberger von Melk wegbegab, erhielt S. am 6. Jan. desselben Jahres, dessen Stelle. Er war bis zum 1. Oct. 1763 Organist im Stifte Melk, an welchem Tage er auch den von seinem Vorfahrer resignirten Schuldienst erhielt. Er starb den 5. Febr. 1812. Das Stift Melk besitzt beynahe alle seine Composttionen, worunter 52 Messen, 11 Requiem, 60 Gra- dualien und Offertorien, 7 Vespern :c.; in allem 131 Werke, von denen viele eines Albrechtsberger oder Mich. Haydn nicht un- würdig wären. 5
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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