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630. We l tmann . — ZideK: >i
* woltttMNN, Carl Ludw. v. Zu seinen Österreich betref-
fenden Schriften gehört noch die.anonym erschienene: Österreichs Poli-
tik und Kaiserhaus, Franks. (Prag) 1815.
wranirzky, Anna, s.Rraus-wraniyky (imHauptwerk).
* U)uk Stephanovich Raradschich. 1336 erschien von ihm:
Serbijche Sprüchwörter (in serb. Sprache), Cetinje (in Montenegro).
Z.
, Ant., Dr. der Philosophie und der Rechte, ordentl.
ö'ffentl. Professor des Geschäftsstyls, des gerichtlichen Verfahrens in
und außer Streitsachen, dann des Lehen-, Handels- und Wechsel-
rechres an der Wiener Universität, war den 6. Sept. 1772 zu Wien
geboren. Er wendete sich, nach vollendeten Vorstudien, zur Rechtswis-
senschaft, aus welcher er-am 1. Iuly-1796 die Doctorwürde erhielt.
Im nächstfolgenden Jahre wurde ihm das Recht der Advocatur verliehen.
Bey seiner Neigung zum Lehramts bewarb er sich 1798 um die Kanzel
des römischen Rechtes an der k. -k. Theresianischen Ritter-Akademie,
welche ersuch erhielt. Er versah auch ncbenher> 1803—^lO, dienähm-
liche, damahls erledigte Kanzel an der Universität, an welcher er dann
18 l0 die erwähnte Professur erhielt. 1811 ertheilte ihm Kaiser F ranz
den Auftrag, dem Erzherzoge und Kronprinzen, jetzigen Kaiser F er-
din and, sämmtliche Rechts -^ und politischen Wissenschaften vorzutra-
gen, welchen Auftrag er in 2 Jahren vollendete. Er starb den 21. Jan.
1813.
* Zappe, Ios. Maria Redemtus. Er gab noch heraus: Der
lehr- und tbatenreiche Wandel Jesu, mit 43 Kupf., Wien 1309; 2.
Aufl., eb. 132l. Zu bemerken sind ferner seine in zahlreichen Austagen
verbreiteten Gebethbücher. Auch schrieb er den Text zu der schönen Franz
Stöber'schen Bibel (biblische Vorstellungen :c.).
Zidek> Paul, Canonicus an der Prager Metropolitankirche,
einer der gelehrtesten Männer Böhmens, wurde zu Prag um 1412
geboren, und wird deßhalb auch häufig ?au!u8 6e 1>saza. genannt.
In Italien holte er feine wissenschaftliche Bildung , und errang sich zu
Bo log na die philosophische und theologische Doctovwürde. Er ging
dann nach Wien, und ließ sich dort neuerlich nach abgehaltener öffent-
licher Disputation zum Doctor der Theologie promoviren. Nach P r a g
zurückgekehrt, hielt er unter I oh. v. Przib ram auch aus der Phi-
losophie und den freyen Künsten 1442 eine strenge Prüfung aus, um
sich hieraus den Magistergrad zu verschaffen, da ohne diesen, nach den
akademischen Gesetzen, kein Lehramt zu erhalten war. Kaum in dasselbe
den Domherren zu St. Veit ertheilt. Balbin behauptet, Z. habe
auch an der Hochschule zu Krakau die Doctorwürde ans dsr Theologie
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie