Seite - 170 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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für die Analyse kommt allerdings hinzu, dass es keine einheitliche Entwick-
lung in den einzelnen Ländern gibt. Zumindest kann bestätigt werden, dass
Teilzeitbeschäftigung in den neuen EU-Mitgliedstaaten weit weniger stark
ausgeprägt ist.
Der zweite Aspekt behandelt das Thema der Beschäftigung von Frauen und
Männern in den einzelnen Wirtschaftszweigen, im Speziellen im Bereich des
Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesens. Allgemein lässt sich festhalten,
dass 61 % der Frauen in den EU-25-Ländern in sechs von insgesamt 62
definierten Wirtschaftszweigen tätig sind. Hierzu zählt der genannte Bereich
des Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesens, in dem 17 % der Frauen
arbeiten. Die Konzentration auf diesen Sektor stieg in den letzten Jahren so-
gar weiter an. Auch die anderen fünf Wirtschaftszweige sind im Bereich der
Dienstleistungen angesiedelt. [vgl. Europäische Kommission 2008, 55f.]
Betrachtet man nun den Anteil der Männer über alle Wirtschaftszweige,
so zeigt sich ein sehr homogenes Bild. In fünf der analysierten Länder ist
der Männeranteil an Beschäftigten zwischen 55 % und 57 %. Im Vergleich
dazu verzeichnet die Föderation Bosnien und Herzegowina sogar einen An-
teil von rund 63 %. [Eurostat 2008, zuletzt abgerufen: 30.06.2008] Eine
Konzentration von Männern auf bestimmte Wirtschaftszweige generell ist
in den EU-25-Ländern im Gegensatz zu den Frauen jedoch wenig stark aus-
geprägt. [vgl. Europäische Kommission 2008, 55f.] Einen besonders gerin-
gen Anteil an Männern weist der Bereich des Gesundheits-, Veterinär- und
Sozialwesens auf. Dieser Wirtschaftszweig wird von Frauen dominiert. Den
niedrigsten Anteil an Männern hat die Slowakei mit 18 % zu verzeichnen.
Im Vergleich dazu weist Polen einen Anteil von 19 % auf, die Tschechische
Republik von 20 %, Kroatien von 22 % und Österreich von 23 %.94 Erneut
zeigt sich, dass die Föderation Bosnien und Herzegowina eine Ausnahme
bildet. Hier beträgt der Anteil der Männer 31 %. [Federalni Zavod Za Sta-
tistiku 2007; Eurostat 2008, zuletzt abgerufen: 30.06.2008] Diese Daten
liefern somit einen ersten Überblick über das Untersuchungsfeld und die
Strukturen der Bevölkerung und des Arbeitsmarktes.
94 Diese Daten beziehen sich in diesem Abschnitt für die Länder Österreich, Polen, die
Slowakei und die Tschechische Republik auf das Jahr 2007, für Kroatien und die
Föderation Bosnien und Herzegowina auf das Jahr 2006.
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien