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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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betroffen sind als Männer. Des Weiteren gibt es auch große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Die höchste Arbeitslosigkeit verzeichnete in den letzten Jahren Bosnien und Herzegowina. In etwa ähnliche Werte haben Kroatien, Polen und die Slowakei. Die niedrigsten Werte können Ös- terreich und die Tschechische Republik vorweisen. Die Arbeitslosigkeit in Polen und der Slowakei wird vor allem mit dem demografischen Faktor begründet. In den letzten Jahren drängte eine gro- ße Zahl junger Menschen auf den Arbeitsmarkt. Speziell für die Slowakei wird auch in der hohen Arbeitslosigkeit unter der Roma-Bevölkerung der Grund für die gesamtwirtschaftlich hohen Arbeitslosenzahlen gesehen. [ vgl. Landesmann, Vidovic 2006, 11] Hinzu kommt, dass vor allem diese beiden Länder verstärkt mit Langzeitarbeitslosigkeit zu kämpfen haben. So wurden im Jahr 2007 74,2 % der Arbeitslosen als langzeitarbeitslos eingestuft. Im Vergleich dazu verzeichnete Polen im gleichen Jahr 51,3 % und Österreich 26,8 % . Auch die Tschechische Republik weist mit 52,2 % einen sehr ho- hen Anteil auf. [Eurostat 2008, zuletzt abgerufen: 30.06.2008] Im Vergleich dazu kämpfen die Länder in Südeuropa zwar generell mit hoher Arbeits- losigkeit, besitzen jedoch mit einem großen informellen Sektor zumindest eine Verdienstmöglichkeit, wenn auch nicht in staatlich anerkannter Art und Weise.98 [vgl. Landesmann, Vidovic 2006, 35] Zur Situation von Pflegekräften in den einzelnen Herkunftsländern steht nur wenig statistisches Material zur Verfügung, und sie kann daher auch nicht einer umfassenden Analyse unterzogen werden. Einzelne Daten aus der Sekundärliteratur sollen jedoch an dieser Stelle diskutiert werden. So wird berichtet, dass in der Tschechischen Republik in den 1990er Jahren im Gesundheitsbereich viele Pensionisten teilzeitbeschäftigt tätig waren, was 1999 endete. Damit sank die Zahl der Teilzeitbeschäftigten von 8700 Personen im Jahr 1990 auf 1970 Personen. Dies wird auf die Tatsache zu- rückgeführt, dass diese Personen vollzeittätig wurden, aufhörten zu arbeiten oder in den privaten Sektor wechselten, der nicht statistisch erhoben wurde. Des Weiteren wurde gemeldet, dass 6 % der Arbeitslosen im Gesundheits- bereich während dieser Zeit auswanderten. Dabei haben vor allem Länder wie Österreich, Deutschland und Italien Krankenschwestern rekrutiert, um 98 Auch in Polen hat sich der Schwarzmarkt ausgeweitet. [vgl. Vaughan-Whitehead 2004, 342) 175
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Titel
Pflegekräftemigration nach Österreich
Untertitel
Eine empirische Analyse
Autor
Maureen Lenhart
Verlag
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Datum
2010
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
304
Kategorie
Medizin
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