Seite - 178 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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sigkeit betroffen sind. [vgl. Mosberger et al. 2007] Die Ausbildungsdaten
zeigen des Weiteren auf, dass in Österreich die Ausbildungsplätze für Pfle-
gekräfte nicht mehr gefüllt werden können. [vgl. Simoens et al. 2005, 32]
Dieses Zahlenmaterial weist darauf hin, dass für Österreich der Mangel an
Pflegekräften zum heutigen Zeitpunkt ein Thema ist und in Zukunft bleibt
wird. Die Migration könnte demnach eine Lösung des Problems darstellen.
Jedoch muss darauf hingewiesen werden, dass auch viele potenzielle Her-
kunftsländer inzwischen einen Mangel an Arbeitskräften im Gesundheits-
wesen melden [vgl. Wiskow 2006, 19], so auch im Fall von Pflegekräften
beispielsweise die Tschechische Republik [vgl. Rokosova, Hava 2005, 65].
Als mögliche Lösung wird stets die aktive Rekrutierung von Pflegekräften
angesprochen. [vgl. unter anderem OECD 2007, 190f.] Diese Vorgehens-
weise wählte Österreich bereits in den Jahren 1967 und 197
4 - für diese bei-
den Jahre sind zumindest per Zeitungsartikel Zahlen dokumentiert worden
-, in denen Pflegekräfte unter anderem aus Serbien und von den Philippinen
rekrutiert wurden. [Kurier Wien, 30. Mai 2004; Wittmann 2005]
Tabelle 40: Arbeitslos gemeldete Pflegekräfte und offene Stellen
für Pflegekräfte von 2000 bis 2005 in Österreich100
2000 2001 2002 2003 2004
Anzahl arbeitsloser Pflegekräfte (laut
zuletzt ausgeübtem Beruf) 489 489 480 456 485
Offene Stellen für Pflegekräfte 311 407 402 462 517
Arbeitslose je offener Stelle: Pflegekräfte 1,6 1,2 1,2 0,99 0,94
[Quelle: AMS 2006]101 2005
542
455
1,2
100 Diese Gruppe umfasst auch diplomierte Krankenpfleger und -schwestern (Nr. 8061).
Angeführt wurde der Jahresdurchschnittsbestand arbeitsloser diplomierter Kranken-
pflegerinnen (zuletzt ausgeübter Beruf) und der Jahresdurchschnittsbestand sofort
verfügbarer offener Stellen für diplomierte Krankenpflegerinnen.
101 Diese Daten wurden der Autorin vom Arbeitsmarktservice Österreich zur Verfügung
gestellt (21.08.2006]. Es handelt sich dabei um Jahresdurchschnittswerte.
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien