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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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360 Euro verdient. Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich in der Tschechischen Republik, wo Personen in diesem Wirtschaftszweig umgerechnet 588 Euro brutto im Monat verdienten. Im Vergleich dazu verdienten die unselbststän- digen Personen in Österreich durchschnittlich monatlich 1440 Euro brutto. [ vgl. Der Rechnungshof 2006; wiiw 2007] Damit wird noch einmal deut- lich, dass der Lohnunterschied zwischen diesen beiden Ländern und Öster- reich sehr groß ist. Als Faktor für Migration kann er daher vor allem für Personen, die in Grenzregionen zu Österreich leben, gesehen werden. Der zweite Aspekt ist jener der „remittances106, also Überweisungen des im Ausland verdienten Lohnes" [Düvell 2006, 166]. Diese Thematik wird vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklungshilfe angesprochen. Die wichtigsten Empfängerländer waren in den letzten Jahren unter anderem In- dien und die Philippinen. [vgl. Düvell 2006, 166] Erste Erwähnungen über die Wichtigkeit dieses Themas finden sich bereits in der Fachliteratur. [vgl. zum Beispiel Le6n-Ledesma, Piracha 2004] So lag der Anteil an remittances am Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2004 in Bosnien und Herzegowina bei rund 23 % und ist somit nach Moldawien der zweitwichtigste Empfän- ger in Osteuropa und der früheren Sowjetunion. An zehnter Stelle befand sich Kroatien mit rund 4 %. Im Vergleich dazu verzeichneten die Slowakei und Polen weniger. Das Schlusslicht der hier analysierten Länder bildete die Tschechische Republik. Auffallend ist vor allem, dass 55 % der Zahlun- gen aus den EU-15-Ländern in die neuen EU-Länder und Beitrittskandida- ten fließen. Diese Zahlungen können vor allem zur Reduktion von Armut und der Möglichkeit von Investitionen beziehungsweise Spartätigkeiten für Haushalte in den Herkunftsländern führen [vgl. Mansoor, Quillin 2006, 57ff.] und damit einen wesentlichen Grund für Migration darstellen. Schlussfolgerung Zusammenfassend kann nun gesagt werden, dass die ökonomische und demografische Dimension Hinweise liefert, Migrationsströme positiv oder negativ zu beeinflussen. Ausgehend von dem Argument, dass ein „demo- graphic pressure" [Kaczmarczyk, Ok6lski 2005, 11] Wanderungsströme erklären kann, wie dies im Kapitel 4.3.2 diskutiert wurde, muss für die hier 106 „Received remittances = received compensation of employee + received worker's remittances + received migrants' transfer" [Mansoor, Quillin 2006, 6). 183
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Titel
Pflegekräftemigration nach Österreich
Untertitel
Eine empirische Analyse
Autor
Maureen Lenhart
Verlag
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Datum
2010
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
304
Kategorie
Medizin
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