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Tabelle 49: Anzahl jugoslawischer Arbeitsmigrantlnnen im Jahr 1973
Zielland Anzahl in Prozent aller Migranten
Deutschland 469.000 50,1
Österreich 197.000 19,9
Frankreich 54.000 5,5
Schweiz 28.000 2,8
Schweden 25.000 2,5
Beneluxstaaten 14.000 1,4
andere europäische Staaten 16.000 1,6
Überseestaaten 160.000 16,2
[Quellen: Baucic 1973; Goeke 2007, 136]
Das zweite einschneidende Ereignis war der Zerfall des ehemaligen Jugos-
lawiens. ,,On 15 January 1992 Yugoslavia ceased to exist" [Malacic 1994,
209]. Die Gründe des Zerfalls von Jugoslawien werden in „verschiedenen
politischen, ökonomischen, rechtlichen, religiösen, erzieherischen und an-
deren sozialen Entscheidungen und Entwicklungen" [Goeke 2007, 145]
gesehen. Diese Entwicklung hatte jedoch zur Folge, dass eine Zeit der In-
stabilität und kriegerischen Auseinandersetzungen folgte. Im Gegensatz zu
Slowenien, das eine längere Kriegsdauer vermeiden konnte, war dies für
Kroatien und Bosnien und Herzegowina nicht möglich. Der Krieg in Kroa-
tien forderte über 10.000 Tote. [vgl. Goeke 2007, 148] Die Flüchtlingsbe-
wegungen aus Kroatien dauerten von 1991 bis 1995 an [vgl. Düvell 2006,
64], jedoch flüchteten nur rund 80.000 Personen ins nicht jugoslawische
Ausland. Oftmals wurden Zielländer gewählt, wo bereits Verwandte oder
Bekannte lebten. Viele von ihnen kehrten später, nach dem Krieg, wieder
zurück. [vgl. Goeke 2007, 150] Obwohl seit Januar 1992 in Kroatien ein
Waffenstillstand in Kraft trat, hatte das Land in den folgenden Jahren mit
großen Belastungen zu kämpfen. [vgl. Steindorff 2001, 217] Die Unruhen
in Bosnien und Herzegowina 112 fanden ihren Anfang am Beginn des Jahres
1992. [vgl. Goeke 2007, 150] Die Flüchtlingsbewegung aus Bosnien dauerte
von 1992 bis 1995 [vgl. Düvell 2006, 64], wobei 2,5 Millionen Menschen
flüchteten. Die Flüchtlingsbewegungen fanden innerhalb von Bosnien und
Herzegowina (600.000 Personen), innerhalb des ehemaligen Jugoslawien
112 Für eine detaillierte Darstellung siehe zum Beispiel Noel Malcolm [1996, 213ff.].
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien