Seite - 201 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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entscheiden, ob sie diese Übergangsfrist für weitere drei Jahre beibehalten
wollen oder die Grenzen für den Arbeitsmarkt öffnen. Österreich entschied
sich, die Übergangsfrist weitere drei Jahre beizubehalten, sodass unter an-
derem für die Slowakei, Polen und die Tschechische Republik weiterhin
die nationalen Regelungen galten. Für eine weitere Verlängerung der Über-
gangsfrist um zwei Jahre muss schließlich eine Begründung abgegeben wer-
den, welche möglichen Schwierigkeiten oder Gefahren bei einer Öffnung
für den nationalen Arbeitsmarkt bestehen würden. [vgl. Nowotny 2007,
60ff.] Somit gilt für jene Länder, die in dieser Arbeit im Vordergrund stehen,
das Ausländerbeschäftigungsgesetz. Neuzulassungen sind jedoch vor allem
für die neuen EU-Mitgliedstaaten, im Besonderen für Pflegekräfte, möglich.
[vgl. Nowotny 2007, 71]
Tabelle 50: Jahresdurchschnittsbestand bewilligungspflichtig beschäftigter
Ausländer nach Berufen und Nationalität in den Jahren 1997 und 2005 in
Österreich für ausgewählte Länder
Bosnien• Kroatien Polen Slowakei Tsche-
Herze- chische
gowina Republik
1997 Diplomierte Krankenpfleger/-schwestern 103 117 177 240 225
1997 Nicht diplomierte Krankenpflegerinnen 379 303 272 276 224
und verwandte Berufe
1997 Gesundheits-, Lehr- und Kulturberufe 872 791 803 808 634
1997 Restliche Berufsgruppen 60.374 41.718 18.145 7.105 7.321
1997 Unbestimmt und keine Angabe 154 106 26 2 6
Gesamt 61.882 43.035 19.423 8.431 8.410
2005 Diplomierte Krankenpfleger/-schwestern 74 80 134 484 230
2005 Nicht diplomierte Krankenpflegerinnen 275 229 195 289 231
und verwandte Berufe
2005 Gesundheits•, Lehr- und Kulturberufe 594 581 629 1.111 676
2005 Restliche Berufsgruppen 75.037 47.778 19.170 13.301 8.804
2005 Unbestimmt und keine Angabe 3.242 1.471 407 120 89
Gesamt 79.222 50.139 20.535 15.305 10.030
[Quelle: AMS 2006)117
11 7 Diese Daten wurden der Autorin vom Arbeitsmarktservice Österreich zur Verfügung
gestellt [24.08.2006]. Die Quelle beinhaltet auch Daten zu den Ländern der ehema·
ligen Tschechoslowakei und Jugoslawiens. Von einer Darstellung dieser wird hier
jedoch abgesehen.
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien