Seite - 217 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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Median als auch der Modus liefern weitere Hinweise auf die Bedeutung
dieser Variablen. So zeigt sich, dass laut Median der Grund „Möglichkeit,
eine Fremdsprache zu lernen", und „Möglichkeit, eine Arbeitserlaubnis zu
bekommen", von jeweils mehr als der Hälfte als sehr wichtig eingestuft
wurde. Zusätzlich zeigt der Modus, dass alle fünf Gründe von den Pflege-
kräften am häufigsten mit sehr wichtig bewertet wurden (siehe Tabelle 57).
Betrachtet man nun die fünf Gründe inhaltlich, so lässt sich erkennen, dass
vor allem die finanziellen und beruflichen Aufstiegschancen für die Pflege-
kräfte bei der Entscheidung, zu migrieren, besonders wichtig waren.
Tabelle 57: Die fünf wichtigsten Gründe permanent migrierender
Pfl,egekräfte laut Mittelwert
Gründe für Mi2ration Mittelwert Median
Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen 3,71 5
Bessere Verdienstmöglichkeiten in Österreich 3,64 4
Besserer Lebensstandard in Österreich 3,54 4
Möglichkeit, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen 3,51 5
Bessere Arbeitsmöglichkeiten in Österreich 3,40 4
[Eigene Berechnungen, siehe auch Tabelle 76 im Anhang] Modus
5
5
5
5
5
Mithilfe der Faktorenanalyse werden nun aus der Vielzahl von Variablen,
die die Gründe für permanente Migration abbilden, die wesentlichen vonei-
nander unabhängigen Einflussfaktoren ermittelt. Mithilfe einer Hauptkom-
ponentenanalyse wurden sechs Faktoren extrahiert, die 65,6 % der Varianz
erklären. Die Kommunalitäten zeigen zusätzlich auf, wie gut die einzelnen
Variablen im Modell erklärt werden. Hierbei kann man erkennen, dass ge-
wisse Variablen einen sehr guten Wert aufweisen -, wie zum Beispiel die
Variable „Bessere Arbeitsmöglichkeiten in Österreich" - andere hingegen
einen nicht ganz so guten wie „Möglichkeit, in einem Alten-/Pflegeheim in
Österreich zu arbeiten". Im Folgenden werden nur jene Variablen mit Fak-
torladungen über 0,5 berücksichtigt. Somit werden alle Variablen, mit Aus-
nahme von „Möglichkeit, in einem Alten-/Pflegeheim in Österreich arbeiten
zu können", einem Faktor zugewiesen.
Die Ergebnisse zeigen, dass der erste Faktor sechs Variablen, die sich mit
den Beschäftigungsmöglichkeiten und dem damit einhergehenden Lebens-
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien