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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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da es zu diesem Zeitpunkt ein demokratischer Rechtsstaat wurde. [ vgl. Schmidt-Rösler 1996, 246) Die folgende Analyse wird also eine Gegenüber- stellung von Pflegekräften, die vor besagter Zeit, und jenen, die nach dieser Zeit nach Österreich migrierten, sein. Der Datensatz, der sich mit der Migration vor den historischen Brüchen auseinandersetzt, beinhaltet 96 Fragebögen. Diese wurden von Pflegekräf- ten aus Polen (27 Fragebögen), der Tschechischen Republik (sieben Frage- bögen), der Slowakei (zehn Fragebögen), Kroatien (zwölf Fragebögen) und Bosnien und Herzegowina (40 Fragebögen) beantwortet. Diese Verteilung der Fragebögen zeigt eine ähnliche Struktur auf, die bereits Steven Simo- ens und andere [2005, 35) für das Jahr 2001 mithilfe der Eurostat-Labour- Force-Statistik präsentierten, in der Bosnien und Herzegowina als wichtigs- tes Herkunftsland angeführt wurde (siehe Kapitel 5.3.1). Aus der Analyse der Gründe für die Migration dieser Pflegekräfte ergibt sich für die zwei Perioden ein sehr unterschiedliches Bild. Betrachtet man in einem ersten Schritt die Variablen einzeln, so zeigen Mittelwert, Median und Modus (siehe Tabelle 59) eindeutig, dass bei Migration vor dem his- torischen Bruch die politische Situation einen wesentlichen Einfluss hatte. Dem folgt als Grund die „Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen". Der Erwerb von Sprachen bietet eine Möglichkeit der Weiterbildung und wird wohl als Investition in die Zukunft betrachtet. Weitere wichtige Gründe sind die „Möglichkeit, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen", gefolgt von klassischen ökonomischen Variablen wie besserer Lebensstandard und bes- sere Verdienstmöglichkeiten. Damit zeigt sich, dass das soziale Netzwerk nicht vorrangig ausschlaggebend für die Migration war. Tabelle 59: Die sechs wichtigsten Gründe permanent migrierender Pflege- kräfte (Einwanderung vor den historischen Brüchen) laut Mittelwert Gründe für Migration Mittelwert Median Modus Persönliche und politische Sicherheit in Österreich 3,78 5 5 Politische Instabilität im Heimatland [z.B. Krieg] 3,70 5 5 Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen 3,49 4 5 Möglichkeit, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen 3,34 4 5 Besserer Lebensstandard in Österreich 3,33 4 5 Bessere Verdienstmöglichkeiten in Österreich 3,17 4 5 [Eigene Berechnungen, siehe auch Tabelle 78 im Anhang] 220
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Titel
Pflegekräftemigration nach Österreich
Untertitel
Eine empirische Analyse
Autor
Maureen Lenhart
Verlag
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Datum
2010
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
304
Kategorie
Medizin
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