Seite - 222 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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der Slowakei (31 Fragebögen), Kroatien (fünf Fragebögen) und Bosnien und
Herzegowina (zwölf Fragebögen) beantwortet. In dieser Analyse präsentiert
sich ein genau umgekehrtes Bild der Herkunftsländer. So sind es in diesem
Datensatz vor allem Pflegekräfte aus den nordöstlichen Herkunftsländern:
Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei.
Ausgangspunkt der Analyse bildet auch hier die Betrachtung der einzelnen
Variablen (siehe Tabelle 61 ). Im Gegensatz zum Ergebnis zuvor zeigt sich
hier, dass Verdienstmöglichkeiten und Arbeitsmöglichkeiten die wichtigs-
ten Gründe für die Migration darstellten. Auch der Grund Sprache spielt
eine wichtige Rolle für die Entscheidung. Dies zeigt sich auch anhand des
Medians. Mehr als die Hälfte der Pflegekräfte haben Verdienstmöglichkei-
ten und Fremdsprache, aber auch die Arbeitserlaubnis als sehr wichtig für
ihre Entscheidung gesehen. Dies wird auch noch einmal durch den Modus
bestätigt.
Mithilfe der Faktorenanalyse (siehe Tabelle 62) wurde auch hier eine Re-
duktion der Variablen vorgenommen. Durch die Analyse wurden sieben
Faktoren extrahiert, die 70,05 % der Varianz erklären. Drei Variablen137
mussten ausgeschlossen werden: Zwei Variablen hatten zu viele fehlende
Angaben.138 Eine weitere Variable musste aufgrund der Prüfgröße „measure
of sampling adequacy" [vgl. Backhaus et al. 2006, 276] unter dem Kaiser-
Meyer-Olkin-Kriterium ausgeschlossen werden. Von den sieben Faktoren
können des Weiteren die Faktoren fünf und sieben nicht interpretiert wer-
den, da Variablen auf den Faktor laden, die keine Gemeinsamkeit haben.
Des Weiteren laden drei weitere Variablen - Möglichkeit, eine Fremdspra-
che zu lernen, Informationen zu Österreich und Unterstützung durch meine
Familie - auf keinen Faktor.
137 Die drei Variablen sind: "(Ehe-)Partnerln lebte bereits in Österreich", ,,Andere Fa-
milienangehörige [außer (Ehe-)Partnerln) lebten in Österreich" und »Möglichkeit, in
einem Alten-/Pflegeheim in Österreich zu arbeiten".
138 Variablen: "Möglichkeit, in einem Alten-/Pflegeheim in Österreich zu arbeiten" und
"Andere Familienangehörige [außer (Ehe-)Partnerln] lebten in Österreich".
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien