Seite - 223 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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Tabelle 61: Die sechs wichtigsten Gründe permanent migrierender Pflege-
kräfte (Einwanderung nach den historischen Brüchen) laut Mittelwert
Gründe für Migration Mittelwert Median Modus
Bessere Verdienstmöglichkeiten in Österreich 4,22 5 5
Bessere Arbeitsmöglichkeiten in Österreich 3,99 4 5
Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen 3,89 5 5
Besserer Lebensstandard in Österreich 3,79 4 5
Möglichkeit, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen 3,74 5 5
Möglichkeit, in einer Krankenanstalt in Österreich
zu arbeiten 3,46 4 5
[Eigene Berechnungen, siehe auch Tabelle 80 im Anhang]
Das Ergebnis zeigt, dass vor allem das positive Arbeitsumfeld und die be-
ruflichen Perspektiven Einfluss auf die Migrationsentscheidung hatten. Im
Gegensatz dazu spielte die politische Situation eine untergeordnete Rolle.
Es zeigt sich jedoch auch in dieser Analyse, dass gerade der Faktor Chancen
für die Familie und das berufliche Netzwerk nur wenig zur Entscheidung
der Pflegekräfte beitrugen. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden,
dass in dieser Analyse die Variablen „Möglichkeit, eine Fremdsprache zu
lernen", und „Bessere Verdienstmöglichkeiten in Österreich", die aufgrund
der ersten Betrachtung der Variablen als wichtige Gründe für Migration
identifiziert wurden, nicht in diese Analyse eingehen. Jedoch bestätigen
diese beiden Variablen das Ergebnis, das man durch die Faktorenanalyse
erhalten hat. So lässt sich zusammenfassend sagen, dass für Pflegekräfte,
die nach den jeweiligen historischen Brüchen nach Österreich migrierten,
vor allem ökonomische Faktoren und in diesem Zusammenhang auch die
Weiterbildungsmöglichkeiten eine wesentliche Rolle spielten.
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien