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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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Arbeitserlaubnis zu bekommen, oder auch die Anerkennungsmöglichkeiten der Qualifikationen. Die finanziellen und beruflichen Perspektiven werden vor allem in den besseren Arbeitsmöglichkeiten, Weiterbildungs-, Karrie- re- und Verdienstmöglichkeiten und dem besseren Lebensstandard gesehen. Der dritte Faktor beinhaltet vor allem Fragen zur politischen Instabilität im Heimatland und die persönliche und politische Sicherheit in Österreich und beschreibt somit die politische Situation ganz generell. Damit zählen die ersten beiden Faktoren eher zur ökonomischen Dimension und Letztere zur politischen Dimension. Vergleicht man nun dieses Ergebnis mit jenen in Tabelle 68, so zeigt sich erneut ein klares Bild. Migration wird vor al- lem ökonomisch begründet. Die Ausnahme bilden die Länder des ehemali- gen Jugoslawien. Pflegekräfte aus diesen Ländern migrierten vor allem vor dem historischen Bruch aufgrund der politischen Situation. Die sinkenden Zahlen der Migration aus den südosteuropäischen Ländern in den letzten Jahren kann auch auf die relativ schwierigen institutionellen Hürden - im Vergleich zu den neuen EU-Mitgliedstaaten - zurückgeführt werden. Abschließend soll dieses Ergebnis nun mit jenem der temporär migrieren- den Pflegekräfte verglichen werden. Erneut spielt, neben den besseren Ver- dienstmöglichkeiten in Österreich, die Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen, auch bei den temporär migrierenden Pflegekräften eine wesentliche Rolle. Diese kann wiederum als Weiterbildung und als spätere Aufstiegs- chance im Heimatland gesehen werden. Auf die Frage, ob die Pflegekräfte eine Rückkehr148 planen, antworteten 44 % mit Ja, der Zeitpunkt ist jedoch noch unklar, und weitere 7 % mit Ja, in mehr als fünf Jahren. Auch dies kann als Hinweis gedeutet werden, dass Pflegekräfte ins Ausland gehen, um sich weiterzubilden, um in weiterer Folge in ihrer Heimat bessere Beschäfti- gungschancen zu haben. Unterschiede zu den Ergebnissen der permanenten Migration zeigen sich vor allem in der Anzahl, der als wichtig erachteten Gründe für die Migration und der Bewertung dieser Variablen. Insgesamt bewerteten die Pflegekräfte 148 Diese Frage war ursprünglich an Pflegekräfte, die permanent migrierten, gerichtet. 232 Daher entspricht die folgende Analyse einer nur sehr ungefähren Darstellung, die jedoch realistisch ist, bedenkt man, dass sich die wirtschaftliche Situation in den beiden Ländern - Slowakei und der Tschechischen Republik - in den letzten Jahren stark verbessert hat und diese als zukünftiger Arbeitplatz daher wieder an Attrakti- vität gewinnen werden (siehe auch Kapitel 6.1).
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Titel
Pflegekräftemigration nach Österreich
Untertitel
Eine empirische Analyse
Autor
Maureen Lenhart
Verlag
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Datum
2010
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
304
Kategorie
Medizin
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