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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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Personen, die aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Österreich migrier- ten. Auch der Grund des besseren Lebensstandards in Österreich zeigt sich auf individueller Ebene durchgehend als wichtig. Eine untergeordnete Rolle spielen jedoch Karrieremöglichkeiten und Weiterbildungsmöglichkeiten als Begründung für Migration. Vor allem jedoch die Aspekte der Arbeitsmög- lichkeiten für den (Ehe-)Partner und die Ausbildungsmöglichkeiten für die Kinder spielen bei aller unterschiedlicher individueller Sichtweise keine ent- scheidende Rolle. Auch auf Basis der Berechnungen mittels Faktorenanalyse wurden durchgehend die beruflichen und finanziellen Perspektiven der Pfle- gekräfte selbst als Gründe identifiziert. Doch obwohl auf Makro-Ebene als auch Mikro-Ebene die ökonomischen Faktoren als sehr wichtig für die Ent- scheidung zugunsten einer Migration eingestuft wurden, konnten diese nur bedingt die Entscheidung der Migration erklären. Soziale und kulturelle Dimension Das in Kapitel 4 vorgestellte Konzept beinhaltet in weiterer Folge die sozia- le und kulturelle Dimension. Ausgangspunkt der Überlegung war, je näher sich zwei Länder kulturell sind und je größer das soziale Netzwerk im Ziel- land ist, desto eher werden Migrationsströme positiv beeinflusst werden. Als besonders bedeutend hat sich die kulturelle Dimension gezeigt. Diese wurde jedoch in dieser Arbeit nur durch eine Variable charakterisiert - die Sprache. So zeigte sich, dass obwohl zwischen den Herkunftsländern und Österreich große sprachliche Unterschiede vorgefunden werden, die Mög- lichkeit, eine Fremdsprache zu erlernen, für die Pflegekräfte als ein wesent- licher Grund für die Migration gesehen wird. Dies zeigte sich vor allem bei permanent migrierenden Pflegekräften nach den historischen Brüchen und im Speziellen für Pflegekräfte aus der Tschechischen Republik, der Slowakei und Polen. Diese Variable kann indirekt auch als eine Möglichkeit der Wei- terbildung gesehen werden, die wiederum, betrachtet man nur die einzelnen Variablen, als eher unwichtig angesehen wurde. Des Weiteren luden diese beiden Variablen nicht auf einen Faktor165, wodurch die Schlussfolgerung der getrennten Wahrnehmung dieser beiden Aspekte von Seiten der Pflege- kräfte gezogen werden kann. 165 Eine Ausnahme bildet die Analyse der permanent migrierenden Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Die Ladungen sind jedoch hier sehr schwach ausgeprägt. 249
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Titel
Pflegekräftemigration nach Österreich
Untertitel
Eine empirische Analyse
Autor
Maureen Lenhart
Verlag
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Datum
2010
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
304
Kategorie
Medizin
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