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102 K. Hauer
dass 10–15 % der Teilnehmer, trotz intensivem Vortraining und trotz massiver simultaner
visueller wie auch akustischer Unterstützung, nicht in der Lage sind, einige Kommandos
auszuführen, die auch vom System erkannt werden. Unter denen, die erkannt werden,
reicht die Erfolgsrate der kombinierten Bewertung von menschlicher Ausführung und
technischer Detektion von 6–26 % bis zu 47–60 % in einzelnen Modi mit einer tenden-
ziell schlechteren Erfolgsrate bei gestenbasierten Aufgaben. Diese Ergebnisse sind inso-
fern schwierig zu bewerten, als unterschiedliche Perspektiven sich überlagern (Qualität
der technischen Erkennung und Qualität der menschlichen Ausführung). In dem Kon-
text dieses Beitrags liegt der Auswertungsfokus jedoch auf der Leistung der Teilnehmer
(Nutzerperspektive), Modus 4 (selbstgewählter/habitueller Modus).
Anzahl der erinnerten/ausgeführten Kommandos Obwohl jedes Kommando sehr
intensiv eingeführt, demonstriert und mehrfach trainiert wurde, wurden durchschnittlich
lediglich 3,5 (23,3 %) der möglichen 15 Kommandos erinnert. Differenziert nach einzel-
nen Modi wurden von jeweils fünf möglichen Kommandos nur 1,31 ± 1,3 (26,0 %) im
Audio-Modus, 1,3 ± 1,4 (26,0 %) im gestenbasierten Modus und 1,6 ± 1,6 (32,0 %) im
kombinierten Modus erinnert und ausgesprochen bzw. dargestellt (siehe Abb. 5.8).
Die Daten wurden in einem Sub-Kollektiv der Untersuchungsgruppe des Navigations-
tests durchgeführt (diejenigen Personen, die einverstanden waren, einen weiteren Test
durchzuführen). Das Subsample war aus diesem Grund nicht identisch mit dem ersten
Sample (Navigation), da zwei kognitiv geschädigte Personen mit schlechterem funktio-
nellem Status zum zweiten Test (audio-gesturale Steuerung) ausgeschieden waren. Beide
Kollektive sind ansonsten vergleichbar (siehe Tab. 5.5) und entsprechen beide einem
typischen potenziellen Nutzerkollektiv für die untersuchten Hilfssysteme. Für den hier
wichtigen Vergleich der Leistungen in beiden Tests (Navigation vs. audio-gesturale Steue-
rung) ist der Unterschied nicht primär von Bedeutung, da kein direkter Gruppenvergleich
Abb. 5.8 Ergebnisse der audio-gesturalen Steuerung. (Dargestellt sind Ergebnisse der unterschied-
lichen Modi nach kognitivem Status)
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