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116 C. Gisinger
6.4 Die Entwicklung des Assistenzroboters HOBBIT
Gemeinsam mit sechs Partnern starteten wir 2011 das Projekt HOBBIT (FP7/2007–2013,
grant agreement n° 288.146). Das mobile, autonom navigierende Assistenzsystem hatte
das Ziel, Stürze von zu Hause alleine lebenden SeniorInnen zu erkennen, Fehlalarmie-
rungen durch die Möglichkeit von Rückfragedialogen und Lageanalyse aus mehreren
Perspektiven zu minimieren und verschiedene nützliche Funktionen für den Alltag zur
Verfügung zu stellen, um sicherzustellen, dass Akzeptanz und langfristiger Einsatz des
Systems unterstützt werden. Wichtig war, dass die potenziellen Nutzer von Anfang an bei
Konzeption und Designentwicklung eingebunden wurden (Koertner et al. 2014), woraus
zunächst der Bau eines ersten Prototyps (siehe Abb. 6.1) und darauf aufbauend eines zwei-
ten Prototyps erfolgte, welcher dann tatsächlich unter Realbedingungen in den Privathaus-
halten von SeniorInnen über mehrere Wochen eingesetzt werden konnte (siehe Abb. 6.2).
HOBBIT Prototyp 2 verfügte über eine zum Boden parallele Tiefenkamera, einen
Bildschirm mit einer RGB-D-Kamera (ASUS Xtion auf 120 cm Höhe montiert) als
„Kopf“, einen Touchscreen auf etwa halber Höhe und einen Greifarm (siehe Abb. 6.3),
weitere technische Details siehe (Fischinger et al. 2016). Die Gesamthöhe betrug
125 cm, die Gesamtbreite einschließlich Greifarm in Ruheposition 56 cm. Die Nutzer-
interaktion erfolgte über ein multimodales User Interface bestehend aus dem grafischen
Abb. 6.1 HOBBIT Prototyp 1 – Varianten
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