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Der/die Autor(en) 2018
O. Bendel (Hrsg.), Pflegeroboter, https://doi.org/10.1007/978-3-658-22698-5_9
Zusammenfassung
In Zukunft ist ein wachsender Einsatz von Pflegerobotern zu erwarten, denen mög-
licherweise zwei Hauptfunktionen zugeschrieben werden können: Beitrag zur Ver-
ringerung einer sich ausweitenden Personallücke in der Pflege; Erleichterung der
Pflege hinsichtlich physischer und psychischer Arbeitsbelastungen, teilweise auch
durch Substitution originär pflegerischer Teilaufgaben im Bereich der Ernährung,
Medikation, Aktivierung/Mobilisierung. Aus fachwissenschaftlicher Sicht stellen sich
dabei Fragen, inwieweit und in welchem Ausmaße originär pflegerische Tätigkeiten
wie die der persönlichen, vertrauensbildenden Beziehungsarbeit unterstützt/verbessert
werden können oder (teil-)ersetzt werden sollen. Aus ethischer Perspektive stellen
sich damit zusammenhängende Fragen, inwieweit durch den Einsatz von Robotern
die Personalität des Menschen in verschiedenen Facetten seiner auch leiblich ver-
standenen Rezeptivität und seiner Spontaneität gegenseitigen Ausdruckshandelns und
Ausdrucksverstehens gewahrt bleibt.
9.1 Einleitung
Durch den demografischen Wandel ergeben sich drei große Herausforderungen für den
Pflegebereich: 1) die Zunahme eines wegen wachsender Hochaltrigkeit (Stichwort:
altersgewandelte Gesellschaft) ebenso zunehmenden sozialen und gesundheitlichen
Pflegeroboter: Analyse und Bewertung
aus Sicht pflegerischen Handelns und
ethischer Anforderungen
Hartmut Remmers 9
H. Remmers (*)
Fachbereich Humanwissenschaften, Abteilung Pflegewissenschaft, Universität Osnabrück,
Osnabrück, Deutschland
E-Mail: remmers@uni-osnabrueck.de
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