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210 O. Bendel Es konnten vorläufige Antworten auf die gestellten Fragen angeboten werden, ohne dass schon abgestimmte Lösungen und anwendbare Modelle vorhanden wären. Die Bereichsethiken, die an vielen Hochschulen ein stiefmütterliches Dasein fristen, müs- sen gestärkt und ausgebaut werden, um die vielfältigen Herausforderungen, die sich in der Informationsgesellschaft und speziell aus Digitalisierung und Robotisierung heraus ergeben, angehen zu können. Die Moralphilosophie muss in wissenschaftlichen Ein- richtungen die Leitdisziplin mit Blick auf moralische Fragen sein (ohne moralische Positionen beziehen zu müssen), zudem in Ethikkommissionen, wo sie paradoxerweise häufig eine Randposition hat, was an der Dominanz der Fachdisziplinen und der Moral- theologie (hervorgerufen nicht zuletzt durch einseitige politische und wirtschaftliche Förderung und Unterstützung) liegt. Es wird nicht einfach sein, patientenfreundliche und gesellschaftsverträgliche Lösungen zu erzielen. Wichtig scheint zu sein, dass jeder Mensch selbst darüber bestimmen kann, solange er es kann, welche Zukunft im Gesund- heitsbereich ihn erwartet. Er ist über die Grundlagen und Ausprägungen zu informieren, über die Chancen und Risiken sowie über die Kosten aufzuklären – aber am Ende sollte er im Einklang mit sich selbst, mit seinen Werten und Vorstellungen, frei entscheiden, was zu tun ist. Eine Patientenverfügung könnte hierbei ein Baustein sein, mit der Gefahr, dass man sich nicht in allen Fällen etwas Gutes mit ihr tut. Aber immerhin urteilt man über sich selbst, aus der Freiheit und aus der Vernunft heraus. Und diese Möglichkeit gilt es mehr denn je zu verteidigen. Literatur Anderson, M., & Anderson, S. L. (Hrsg.). (2011). Machine ethics. Cambridge: Cambridge Uni- versity Press. Becker, H., Scheermesser, M., Früh, M., et al. (2013). Robotik in Betreuung und Gesundheitsver- sorgung. TA-SWISS 58/2013. Zürich: vdf Hochschulverlag. Bekey, G. A. (2012). Current trends in robotics: Technology and ethics. In P. Lin, K. Abney, & G. A. Bekey (Hrsg.), Robot ethics. The ethical and social implications of robotics (S. 17–34). Cambridge: MIT Press. Bendel, O. (November 2012a). Die Medizinethik in der Informationsgesellschaft: Über- legungen zur Stellung der Informationsethik. Informatik-Spektrum („Online-First“-Article on Springer-Link). Bendel, O. (2012b). Maschinenethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Wiesbaden: Springer Gabler. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/maschinenethik.html. Bendel, O. (2012c). Informationsethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Wiesbaden: Springer Gabler. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/informationsethik.html. Bendel, O. (2013a). Dr. Robot entdeckt die Moral: Maschinen- und Menschenethik im Gesund- heitsbereich. IT for Health, 2, 2–4. Bendel, O. (2013b). Technikethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Wiesbaden: Springer Gabler. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/technikethik.html. Bendel, O. (2013c). Medizinethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Wiesbaden: Springer Gabler. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/medizinethik.html. Bendel, O. (2014). Die Roboter sind unter uns. Netzwoche, 22, 28.
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Pflegeroboter
Titel
Pflegeroboter
Autor
Oliver Bendel
Verlag
Springer Gabler
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-658-22698-5
Abmessungen
17.3 x 24.6 cm
Seiten
278
Kategorie
Technik
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