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Robotik in der Gesundheitsversorgung: Hoffnungen, Befürchtungen …
13.2.3 Sozial-interaktive Roboter
Zielgruppen fĂĽr sozial-interaktive Roboter in der Gesundheitsversorgung sind vor allem
ältere Menschen, Personen mit Demenz und Kinder mit Autismus.
Roboter, deren Zweck es ist, mit Menschen zu kommunizieren, ihre GefĂĽhle zu
erkennen, adäquat darauf zu reagieren und positiv auf sie einzuwirken, nennt man
sozial-interaktiv. Die Roboter können dazu verschiedene Gestalt haben: es gibt Roboter-
tiere, Fantasiefiguren, menschenähnliche Roboter.
Soziale Roboter sind nach Dautenhahn (2007):
• sozial evokativ: Sie rufen soziales Verhalten hervor, ausgelöst durch die Tendenz des
Menschen, emotionale Bindungen einzugehen und etwas, worum sie sich kĂĽmmern,
zu vermenschlichen.
• sozial situiert: Sie sind in eine soziale Umwelt eingebettet, nehmen diese wahr und
reagieren auf sie. Sie unterscheiden zwischen Objekten und sozialen Agenten in ihrer
Umwelt.
• kontaktfähig: Sie treten proaktiv in Kontakt mit Menschen und nutzen dazu soziale
Kognition.
• sozial intelligent: Sie zeigen Aspekte menschenähnlicher sozialer Intelligenz, die auf
Modellen menschlicher Kognition und sozialer Kompetenz beruhen.
Sie können in unterschiedlichem Maße:
• Empfindungen ausdrücken oder wahrnehmen
• kommunizieren
• andere soziale Agenten erkennen oder von ihnen lernen
• soziale Beziehungen festigen oder erhalten
• natürliche Signale wie Blick, Gesten etc. nutzen
• eine bestimmte Persönlichkeit oder Charaktereigenschaften zeigen
• soziale Kompetenzen lernen oder entwickeln
Abb. 13.2 Care-O-bot.
(Quelle: Phoenix Design)
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