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Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen - Geschichtspolitik zwischen der ‚Anrufung Europas‘ und dem Fokus auf ‚unser‘ Leid
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DasMuseumder Okkupationen in Tallinnwurde 1998 imAuftrag der von der AuslandsestinOlga Kistler-Ritso finanziertenKistler-Ritso-Stiftung gegrün- detund2003 ineinemeigens fürdie InstitutionerrichtetenGebäudeeröffnet.114 OlgasMutterwar gestorben, als sie noch einKindwar. Der Vater, der in Kiew Medizin studierte, war bereits 1921 während einesMoskau-Aufenthalts zur Er- langungder Rückreisepapiere für EstlandnachSibirien deportiertworden. Ihr Onkel brachte sie und ihren Bruder aus Russland weg. „Er hatte als lediger Mann keineMöglichkeiten,mich bei ihm zu behalten“, so Kistler-Ritso in der Zeitung Eesti Päevaleht. (Koch 2003)115 Auch der Onkel wurde wenig später nach Sibirien geschickt. Sie flüchtete 1944 nach Deutschland und 1949 nach ihremDoktor inMedizinweiter indieUSA. (Koch2003;Mark2008,335;Velmet 2011, 191)Mit ihremMannbesuchte sie 1998Estland.DerHistoriker, ehemalige Dissident und konservative Vize-Parlamentspräsident Tunne Kelam sagte ge- Abb.31:HausdesTerrors inBudapest. 114 MitdemDesignwurdennacheinerAusschreibungdie estnischenArchitekten IndrekPeil and Siiri Vallner beauftragt. Aufgrund von Verzögerungen bei der Baugenehmigung konnte mit den Arbeiten erst imNovember 2002 begonnenwerden, was den Initiator desMuseums Kelamzu folgendemVergleich verleitete: „Although very symbolicallymuchof the construc- tionwork tookplace during an especially cold and longwinter reminiscent ofNorthernSibe- ria-Kolyma, it isneverthelessofhighquality.“ (MuseumofOccupationso. J.a) 115 IchdankeNeveAlbre für die RechercheundÜbersetzung estnischer Zeitungsartikel über dasMuseum. 4.3 Die2000er:DieKommunikationmit ‚Europa‘ 159
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Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen Geschichtspolitik zwischen der ‚Anrufung Europas‘ und dem Fokus auf ‚unser‘ Leid
Titel
Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen
Untertitel
Geschichtspolitik zwischen der ‚Anrufung Europas‘ und dem Fokus auf ‚unser‘ Leid
Autor
Ljiljana Radonić
Verlag
DE GRUYTER
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-072205-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
338
Schlagwörter
Gedenkmuseen, postsozialistische Transformationsprozesse, Zweiter Weltkrieg, Europäisierung der Erinnerung, Universalisierung des Holocaust, Geschichtspolitik
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Geschichte Nach 1918
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