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Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen - Geschichtspolitik zwischen der ‚Anrufung Europas‘ und dem Fokus auf ‚unser‘ Leid
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Im Oktober 2011 eröffnete Premier Andrius Kubilius dann in Anwesenheit des amerikanischen Botschafters in dieser Zelle Nr. 3 eine kleine Ausstellung überdieNS-Besatzung,diedieSpurenderHäftlingekontextualisiert.Kubiliusbe- zeichnete dasMuseumals das beste Beispiel für Timothy Snyders BuchBlood- lands. (ELTA 2011) DemPremier zufolge sei derHolocaust eine „world tragedy, but at the same time it is a part of one of themost painful gaps of the difficult 20th century in Lithuania’s life, which destroyed the culturally, spiritually and emotionallyunique Jewish community. […] Lithuanians joinedHolocaust execu- tionsaswell.“ (BalticNewsService 2011)Mehrfachwar vondenVerantwort- lichen 2010 und 2011 zu hören, dass die Inklusion dieser Ausstellung nun hoffentlich auchdasProblemdes vielkritisiertenMuseumsnamens ‚Museum der Genozidopfer‘ löse, da nun auch die Opfer des anderen Genozids, des Holocaust, vertretenseien. (BalticNewsService2010;2011) Systematische wissenschaftliche Analysen dieses Raums fehlten bis jetzt, womitmeine Arbeit neue Befunde liefert. (Radonić 2018c, 519–520; 2015, 281) Die Inklusion der NS-Zeit und des Holocaust produziert merkwürdige Ergeb- nisse,wennesetwaaufderMuseumswebseiteüberdenneuenAusstellungsteil heißt: „The exhibition is held in the 3rd cell of the former KGB prison, where signsmadebyGestapoprisoners in 1942–1944 still remainon thewalls.“ (Nazi occupation and the Holocaust in Lithuania o. J.) Obwohl nun explizit auf die Gestapo-Häftlingeverwiesenwird,heißtdasGebäudeweiterhinKGB-Gefängnis. ImAudioguide ist ebenfalls noch ungebrochen vomKGB-Gefängnis die Rede, jedochwurdenachtSätzeüberdieneueAusstellunghinzugefügt: Abb.48:SpurenvonGestapo-HäftlingenimMuseumderGenozidopfer inVilnius. 4.4 Seit2010:NeuesteEntwicklungeninpostsozialistischenMuseen 243
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Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen Geschichtspolitik zwischen der ‚Anrufung Europas‘ und dem Fokus auf ‚unser‘ Leid
Titel
Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen
Untertitel
Geschichtspolitik zwischen der ‚Anrufung Europas‘ und dem Fokus auf ‚unser‘ Leid
Autor
Ljiljana Radonić
Verlag
DE GRUYTER
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-072205-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
338
Schlagwörter
Gedenkmuseen, postsozialistische Transformationsprozesse, Zweiter Weltkrieg, Europäisierung der Erinnerung, Universalisierung des Holocaust, Geschichtspolitik
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Geschichte Nach 1918
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