Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Medien
Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Seite - 131 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 131 - in Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services

Bild der Seite - 131 -

Bild der Seite - 131 - in Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services

Text der Seite - 131 -

Urheberrecht und offene Lizenzen im wissenschaftlichen  Publikationsprozess 131 schließlich die Verwertungsrechte an einem Werk, die Persönlichkeitsrechte der Urheberin bzw. des Urhebers bleiben davon unberührt. Insbesondere in Verlagsverträgen wird vonseiten der Verlage in den meis- ten Fällen ein exklusives Werknutzungsrecht von Autorinnen und Autoren gefordert. Verlagsverträge regeln generell die gegenseitigen Leistungen, Rechte und Pflichten von Autorinnen und Autoren und dem Verlag, sowie die Einzelheiten der Publikation eines Werks. Als Beispiel kann hier der Mustervertrag dienen, den die IG Autorinnen Autoren22 und der Hauptverband des österreichischen Buchhandels gemein- sam erstellt haben und der eine Übertragung des Werknutzungsrechts an den Verlag vorsieht: »Der Autor/die Autorin räumt dem Verlag an dem Werk räumlich unbe- schränkt für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts die nachfolgenden ausschließlichen, inhaltlich unbeschränkten Nutzungsrechte in allen be- kannten und unbekannten Nutzungsarten für alle Ausgaben und Auflagen ohne Stückzahlbegrenzung  – insgesamt oder einzeln  – in allen Sprachen ein  […]«23 Diese Formulierung entspricht der gängigen Praxis. Zu bedenken ist dabei jedoch vor allem der Passus »die nachfolgenden ausschließlichen […] Nut- zungsrechte«, was nicht weniger bedeutet als den völligen Verzicht der Ur- heberin bzw. des Urhebers auf die Verwertungsrechte an dem von ihr bzw. ihm geschaffenen Werk. Bis auf wenige, sehr eng definierte Ausnahmen, die der Gesetzgeber (d.  h. das österreichische Urheberrechtsgesetz) insbesonde- re für den Bereich der Forschung und Bildung festgelegt hat (siehe 1.3.2 und 1.4), schließt diese Formulierung die Urheberin bzw. den Urheber von der Nutzung des eigenen Werkes aus. Natürlich gilt es auch, in der Beziehung zwischen Autorinnen und Au- toren und den Verlagen einen gerechten Ausgleich zwischen den Interessen Rechte  […] und räume ihr zu diesem Zweck ausschließliche und übertragbare Werk- nutzungsrechte ein«, https://www.literar.at/docs/default-source/downloads/wnv-stdb- sprachwerke-autoren.pdf?sfvrsn=38, zuletzt geprüft am 16.01.2020. 22 www.literaturhaus.at/index.php?id=6541 23 Mustervertrag für den Abschluss von Verlagsverträgen, https://literar.at/docs/default- source/downloads/muster-verlagsvertrag-neufassung-stand-2017.pdf, zuletzt geprüft am 16.01.2020.
zurück zum  Buch Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services"
Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Publikationsberatung an Universitäten