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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Walter Scholger134 heberrechtsgesetzgebung im Kontext wissenschaftlicher Publikationen dar, der erst in der Urheberrechtsnovelle 201526 umgesetzt wurde. Das beinahe wortwörtlich gleich formulierte Zweitveröffentlichungs- recht in Deutschland (dUrhG §  38 [4]), in Kraft seit 1.1.2014, unterscheidet sich in einem wesentlichen Detail von der österreichischen Formulierung: Während in Österreich die Anwendbarkeit des Paragrafen auf Angehörige des wissenschaftlichen Personals eingeschränkt ist, bezieht sich das deutsche Ur- heberrechtsgesetz lediglich auf den Urheber bzw. die Urheberin, ungeachtet einer wissenschaftlichen Anstellung. 1.6 Freie Werknutzungen: Rechte der Benutzerin bzw. des Benutzers Wie eingangs erwähnt finden sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaft- ler bei ihrer Publikationstätigkeit üblicherweise sowohl in der Rolle der Ur- heberin bzw. des Urhebers eigener als auch in der Rolle der Benutzerin bzw. des Benutzers fremder Werke wieder. Die Verwertungsrechte an Werken liegen grundsätzlich  – bis zum Zeit- punkt der Erteilung einer Werknutzungsbewilligung oder eines Werknut- zungsrechts wie oben beschrieben  – einzig und allein bei der Urheberin oder dem Urheber. Das wiederum würde bedeuten, dass eine Benutzerin oder ein Benutzer für jede Verwertungshandlung, beginnend beim Lesen des Artikels und ggf. den Download eines fremden Artikels auf den eigenen Computer, erst die Erlaubnis der Rechteinhaberin bzw. des Rechteinhabers einholen müsste. Das wiederum würde den Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen er- heblich einschränken, weswegen der Gesetzgeber bereits im Urheberrechts- gesetz eine Reihe von Freien Werknutzungen, also gesetzlich festgelegten Aus- nahmen vom Urheberrecht festgelegt hat.27 Diese Freien Werknutzungen beruhen auf den selben Prinzipien wie der im anglo-amerikanischen Rechtsraum gebräuchliche Fair Use, sind aber viel detaillierter definiert und tragen stets dem Bemühen Rechnung, einen ge- rechten Ausgleich zwischen den gesellschaftlichen Interessen der Benutze- 26 BMJ, BGBl. I Nr. 99/2015, https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2015_ I_99/BGBLA_2015_I_99.html 27 UrhG §§  41–59.
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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