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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Urheberrecht und offene Lizenzen im wissenschaftlichen  Publikationsprozess 141 Um Rechtssicherheit zu schaffen und eine rechtmäßige Nachnutzung der eigenen Werke zu gewährleisten, kann die Urheberin bzw. der Urheber Werknutzungsbewilligungen an Dritte vergeben. Der einfachste Weg, eine sol- che Bewilligung einzuräumen, ist das Erteilen einer Lizenz. Es muss zunächst festgehalten werden, dass • nur die Rechteinhaberin bzw. der Rechteinhaber eine Lizenz vergeben darf. • im Falle mehrerer Miturheberinnen und Miturheber diese Entscheidung von allen Beteiligten gemeinsam getroffen werden muss. • nur Werke im Sinne des Urheberrechts lizenziert werden können. Wird für eine Schöpfung, die gemäß Urheberrecht nicht als Werk gilt, dennoch eine Lizenz vergeben, ist diese rechtlich ungültig. • gemeinfreie Werke, also jene, deren urheberrechtliche Schutzfrist abge- laufen ist, sowie Rohdaten, die von vornherein mangels hinreichender Eigentümlichkeit nicht als Werk gelten und daher auch keinen Urheber- rechtsanspruch begründen können, nicht lizenziert werden können. Eine dennoch vorgenommene Lizenzierung ist ungültig und kann ledig- lich als »Willensbekundung« verstanden werden. Gerade im digitalen Raum, der nationale Grenzen überschreitet, ergibt sich  – auch aufgrund der territorialen Beschränkung des Urheberrechts52  – die Notwendigkeit rechtlicher Regelungen, die einerseits das Urheberrecht der Forscherinnen und Forscher schützen, andererseits jedoch auch die Wiederverwendbarkeit ihrer Arbeiten sicherstellen sollen. Offene Lizen- zierungsmodelle bieten hier Lösungen, die im Einklang mit den Open-Ac- cess-Bestimmungen nationaler und internationaler Fördergeberinnen und Fördergeber eine Nachnutzung wissenschaftlicher Werke zu den durch die Urheberin bzw. den Urheber definierten Bedingungen ermöglichen. Das mittlerweile gebräuchlichste und gleichsam zum Standard erhobene offene Lizenzierungsmodell sind die Creative-Commons-Lizenzen.53 Creative 52 Nach dem sog. Territorialitätsprinzip endet das Urheberrecht an den Landesgrenzen. Zur Anwendung kommt stets das Urheberrecht jenes Landes, in dem die Verwertungshand- lung (z.  B. eine digitale Vervielfältigung eines Werkes durch Herunterladen der Datei auf ein Speichermedium) gesetzt wurde. 53 https://creativecommons.org/
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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