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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Nicole Föger152 • unrichtige Angaben in einem Förderantrag, die konkurrierende Forschen- de benachteiligen können, • Benachteiligung beim beruflichen Fortkommen (insbesondere Hinweis- geberinnen und Hinweisgeber), • Mitwirkung am wissenschaftlichen Fehlverhalten anderer. Es gibt einige Studien dazu, dass tatsächliches Fälschen und Erfinden von Daten selten vorkommen: Schätzungen belaufen sich auf 1–2  % der Wissen- schaftlerinnen und Wissenschaftler.5 Daniele Fanelli, Autor dieser Metastu- die, fasst im Artikel mehr als 20 Studien zusammen, in denen über 20.000 Forschende zum Thema befragt wurden. Wesentlich problematischer sind aber die sogenannten »questionable/unacceptable research practices« oder auch »sloppy science«, die sich oft in die tägliche Forschungspraxis einge- schlichen haben und daher viel häufiger vorkommen. Diese sind vermutlich das viel größere Übel in der Wissenschaft, weil sie die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von Forschungsergebnissen beeinträchtigen. 2.1 Das Plagiat Fast die Hälfte aller Fälle, die die Kommission der Österreichischen Agen- tur für wissenschaftliche Integrität seit 2009 untersucht hat, behandelt Plagiatsvorwürfe. Viele dieser untersuchten Arbeiten waren akademische Abschlussarbeiten, die vor mehr als zehn (und oft wesentlich mehr als zehn) Jahren entstanden sind. Diese Arbeiten wurden nur deshalb überprüft, weil ein konkreter Hinweis auf ein mögliches Plagiat gegeben wurde. Die wis- senschaftliche Gemeinschaft diskutiert immer wieder darüber, ob man die heutigen wissenschaftlichen Standards überhaupt auf diese »älteren« Arbei- ten anwenden kann. Die österreichische Kommission für wissenschaftliche Integrität hat sich in diesen Verdachtsfällen daher die damals an der jeweili- gen Institution vorliegenden Zitierrichtlinien, soweit solche überhaupt vor- handen waren, angesehen und die Arbeit danach bewertet. Seit 2015 gibt es in Österreich eine Definition des Plagiatsbegriffes im Universitätsgesetz: 5 Vgl. Daniele Fanelli, »How Many Scientists Fabricate and Falsify Research? A Systematic Review and Meta-Analysis of Survey Data«, PLoS ONE 4, Nr.  5 (2009), doi:10.1371/journal. pone.0005738
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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