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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Wissenschaftliche Integrität im  Publikationsprozess 157 und Autoren darauf eingegangen sind. Der Peer-Review-Prozess sollte auch dazu dienen, die Qualität der Veröffentlichungen zu verbessern. 2.5 Andere inakzeptable Publikationspraktiken Neben den bereits genannten Verstößen gegen die Gute wissenschaftliche Praxis zählen noch einige weitere Methoden, darunter das Ghostwriting, das »salami slicing« und Doppelpublikationen. Unter Ghostwriting versteht man, dass eine Arbeit von jemand anderem verfasst wurde, die Verfasserin bzw. der Verfasser aber nicht genannt und die Arbeit unter dem Namen der Auftraggeberin bzw. des Auftraggebers veröffentlicht wird. Ghostwriting ist daher eine Form des Vollplagiats, bei dem fremde Texte als eigene ausgegeben werden. Mehr als bedenklich ist das natürlich, wenn man auf diese Art zum Beispiel akademische Abschluss- arbeiten verfassen lässt und dafür einen akademischen Titel bzw. Studien- abschluss erwirbt. Tatsächlich hat sich hier bereits ein geschäftlicher Zweig entwickelt: Sogenannte Ghostwriting-Agenturen (»essay mills«) gibt es über- all auf der Welt. Sie bewerben und bieten ihre Dienste sehr offensiv im Inter- net an. Salami slicing bedeutet, Ergebnisse in kleinere Publikationseinheiten zu portionieren, als es der Informationsgehalt der zugrundeliegenden For- schung eigentlich erfordert, also sozusagen in kleinen Scheibchen zu publi- zieren, um damit die eigene Publikationsliste zu verlängern und die eigene Karriere zu (be-)fördern. Problematisch kann das zum Beispiel in der Medi- zin sein, wenn solche Veröffentlichungen fälschlicherweise als separate und unabhängige Studien in Metastudien einfließen und somit Evidenzen und Statistiken verfälscht werden. Ganz unabhängig davon wird tatsächlich nur die Quantität in der Literatur erhöht, aber nicht unbedingt die Qualität der Forschung. Redundante Publikationen oder auch Doppelpublikationen sind eine weite- re Unsitte: Mehr oder weniger idente Ergebnisse werden in verschiedenen Zeitschriften oder Verlagen publiziert; auch das wird oft nur zur Erhöhung der Anzahl eigener Publikationen missbraucht und führt zu Intransparenz für Literatursuchende. Nichtsdestotrotz mag es gute Gründe geben, warum Forschende das tun: Zum Beispiel, wenn eine Publikation in unterschied- lichen Sprachen veröffentlicht werden soll. Das muss den Leserinnen und
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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