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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Nicole Föger158 Lesern sowie Editoren von Zeitschriften (oder auch Büchern) kenntlich ge- macht und in der Publikation entsprechend zitiert werden. Andere Unsitten sind das »Übertreiben« von Resultaten, obwohl die Datenmenge oder Datenlage tatsächlich nicht so eindeutig ist, oder auch das selektive Berichten von Resultaten.14 3 Wissenschaftliche Integrität und Beratung Wer Lehrveranstaltungen zum Thema »Gute wissenschaftliche Praxis« anbie- tet, muss mit vielen Fragen von Zuhörerinnen und Zuhörern rechnen. Es gibt sehr viele Unsicherheiten, vor allem auch sehr unterschiedliche wissenschaft- liche Praktiken in den verschiedenen Disziplinen. Das zeigt sich zum Beispiel an der Vielfalt von Zitierrichtlinien an den einzelnen Fakultäten und Institu- ten einer Universität, die vor allem unter Studierenden Verwirrung stiftet. In Österreich beinhalten die meisten Studienpläne noch immer keine verpflichtenden Lehrveranstaltungen zu Guter wissenschaftlicher Praxis. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass für jüngere Forschende vor allem Vor- gesetzte, Betreuerin oder Betreuer Ansprechpartner für Fragen zu wissen- schaftlicher Integrität sind. Bei Problemen ist oft nicht klar, wohin man sich wenden kann, wenn man sich aus verschiedensten Gründen nicht an die obengenannten Personen wenden möchte oder kann. Institutionen sollten Ombudspersonen für Pro- bleme mit wissenschaftlicher Integrität zur Verfügung stellen. Diese sind der Verschwiegenheit verpflichtet und eine erste Anlaufstelle, bevor man zum Beispiel mit einem Fall an eine Untersuchungskommission herantritt. Idea- lerweise werden Ombudspersonen samt Kontaktmöglichkeiten prominent auf der Website der Institution aufgeführt, doch das ist leider noch nicht im- mer der Fall. Ombudspersonen haben eine sehr wichtige Beratungsfunktion. Die Geschäftsstelle der ÖAWI führt zusätzlich zu ihren Trainings zu Guter wissenschaftlicher Praxis jährlich über 30 Beratungsgespräche mit Forschen- den, Studierenden, Ombudspersonen, Mitgliedern von Untersuchungskom- missionen und sonstigen Interessierten durch. Dabei tauchen immer wieder Fragen zu Problemen in Betreuungsverhältnissen auf. Es ist für Institutionen wichtig zu verstehen, dass Vortragende, Vorgesetzte, Betreuerinnen und Be- 14 Vgl. Fanelli (2009)
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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