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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Lisa Schilhan, Karin Lackner172 Neben der massenhaften Versendung von Mails, die zum Einreichen eines Papers auffordern, lassen sich Predatory Journals anhand einiger wei- terer spezifischer Merkmale erkennen. Auf einige dieser Merkmale, die zu- sätzlich zu der im obigen Abschnitt »Qualitätssicherung beim Publikations- prozess« angeführten Checkliste beim Erkennen von Predatory Journals helfen, wird in den folgenden Abschnitten eingegangen. 2.1 Predatory Publishing und Qualitätssicherung Obwohl meist ein strenges Peer-Review-Verfahren angekündigt wird, findet dieses häufig nicht statt. Die oft versprochene Publikationsdauer von nur we- nigen Tagen oder ein bis zwei Wochen ließe ein seriöses, qualitativ hochwerti- ges Peer-Review-Verfahren auch nicht zu (zur Dauer von Review-Verfahren in unterschiedlichen Disziplinen siehe Abschnitt 1.4). Es werden praktisch alle Einreichungen unabhängig von deren Qualität zur Publikation angenommen, sofern die Publikationsgebühr bezahlt wird (»pay-and-get-published«). Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle in Predatory Journals pu- blizierten Artikel qualitativ minderwertig sind. Artikel, die bereits bei der Einreichung und auch ohne Peer-Review-Verfahren eine hohe Qualität auf- weisen, finden sich ebenso in Predatory Journals und werden in der Fach- community durchaus auch zitiert. Doch durch die mangelhaften oder feh- lenden qualitätssichernden Prozesse wie ein professionelles Editorial- und Peer-Review-Verfahren und die Praxis, qualitätsunabhängig jeden Artikel zu publizieren, solange die Publikationsgebühr bezahlt wird, werden gera- de in Predatory Journals häufig qualitativ weniger hochwertige bis schlicht falsche, manipulierte oder unseriöse Studien und Forschungsergebnisse publiziert.26 Dies geht bis hin zu Verschwörungstheorien wie der Leugnung des Klimawandels,27 denen man mit der Publikation in einer auf den ersten Blick akademisch wirkenden Zeitschrift eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verschaffen sucht. 26 Die Problematik des Peer Review sowie die Tatsache, dass auch in seriösen hochrangigen Zeitschriften manchmal manipulierte oder gefälschte Studien und Forschungsergebnis- se publiziert werden, wurde bereits weiter oben ausgeführt. 27 Siehe Graham Readfearn, »Murky World of ›Science‹ Journals a new Frontier for Climate Deniers«, The Guardian, 24.01.2018, zuletzt geprüft am 15.01.2020, https://www.theguar dian.com/environment/planet-oz/2018/jan/24/murky-world-of-science-journals-a-new- frontier-for-climate-deniers
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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