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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Seite - 173 -
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Qualitätssicherung und Predatory Publishing in  der  Publikationsberatung 173 Doch nicht nur aus der Sicht der Publizierenden, sondern auch aus der Sicht der Informations- und Literatursuchenden werden Predatory Journals zuneh- mend zum Problem, denn nicht alles, was in vordergründig wissenschaftlichen Zeitschriften erscheint, ist qualitätsgesichert und damit zuverlässig. Der wis- senschaftliche Forschungs- und Erkenntnisprozess beruht jedoch darauf, auf bisherigen Forschungsergebnissen aufbauen zu können. Es gilt also, nicht nur bei der Wahl des Publikationsmediums für das eigene Paper, sondern ebenso bei der Quellen- und Literaturauswahl zu evaluieren, ob die Publikationsme- dien, aus denen man Literatur zitiert bzw. auf deren Daten und Forschungs- ergebnissen man seine eigenen Forschungen aufbaut, seriös und qualitäts- gesichert arbeiten und nicht ein »pay-and-get-published«-Prinzip verfolgen. Selbst für Forschende kann es manchmal schwierig sein, bei einem ihnen vorliegenden Fachartikel zu erkennen, ob die darin publizierten Ergebnisse plausibel sind und wissenschaftliche Methoden angewandt wurden, solange die zugrundeliegenden Daten nicht bekannt sind. Studierenden, die für ihre Seminar- und Abschlussarbeiten Literaturrecherche betreiben, wird diese Ein- schätzung entsprechend schwerer fallen oder gar unmöglich sein. Umso mehr trifft dies auf die Öffentlichkeit zu, die mit (vermeintlich) wissenschaftlichen Arbeiten in (vermeintlich) wissenschaftlichen Fachzeitschriften konfrontiert wird. Noch problematischer wird es, wenn in den Medien Fakten und For- schungsergebnisse unhinterfragt wiedergegeben und verbreitet werden. Ein aktuelles Beispiel stellen die Verschwörungstheorien rund um die verheeren- den Buschbrände in Australien dar, die seit Herbst 2019 immense Schäden an der australischen Tier- und Pflanzenwelt anrichteten, zahlreiche Todesopfer forderten und zur Zeit des Abschlusses dieses Beitrags noch nicht unter Kon- trolle gebracht waren. Diese Verschwörungstheorien, ursprünglich auf Social- Media-Kanälen verbreitet, fanden  – offenbar durch unzureichende journalisti- sche Recherche  – zum Teil Eingang in die mediale Berichterstattung.28 In Zeiten von Fake News und Fake Science, von Verschwörungstheorien und »alternative facts« ist es umso wichtiger, Quellen kritisch zu hinter- fragen und deren Seriosität und Zuverlässigkeit zu evaluieren, gerade weil unseriöse Quellen stetig zunehmen und  – wie das Beispiel der Bericht- 28 Siehe z.  B. Christopher Knaus, »Disinformation and Lies are Spreading Faster Than Aus- tralia’s Bushfires«, The Guardian, 11.01.2020, zuletzt geprüft am 15.01.2020, https://www. theguardian.com/australia-news/2020/jan/12/disinformation-and-lies-are-spreading- faster-than-australias-bushfires
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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