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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Seite - 177 -
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Qualitätssicherung und Predatory Publishing in  der  Publikationsberatung 177 des 20.  Jahrhunderts ist es im Bereich der Buchpublikationen unter den Be- griffen »Selbstkostenverlag«36 (manchmal auch fälschlicherweise als »Druck- kostenzuschussverlag« bezeichnet, siehe unten), »Bezahlverlag«, »Pseudo- verlag« oder im englischen Sprachraum als »vanity press« bzw. »vanity publishing« oder »self publishing« bekannt. Abzugrenzen hiervon sind Self- Publishing-Plattformen im Internet, die nicht als Verlage auftreten. Bei dem Geschäftsmodell der Selbstkostenverlage werden zwischen den Autorinnen bzw. Autoren und den Verlagen Werkverträge abgeschlossen, bei denen die Rechte bei den Urheberinnen bzw. Urhebern bleiben und nicht, wie bei einem Verlagsvertrag üblich, dem Verlag übertragen werden. Die Autorinnen bzw. Autoren oder Dritte tragen die Gesamtkosten für die Ver- öffentlichung inklusive einer Gewinnspanne für den Verlag, das Werk wird nach Bezahlung ohne weitere Qualitätskontrolle veröffentlicht. Der Verlag ist durch dieses Geschäftsmodell nicht auf Verkaufszahlen angewiesen, um seine Kosten decken und Gewinn erwirtschaften zu können. Daher spielt auch die Qualität der veröffentlichten Werke eine untergeordnete Rolle.37 Von den Selbstkostenverlagen zu unterscheiden sind darüber hinaus die Zuschussverlage (auch »Druckkostenzuschussverlage«), die einen ge- wissen Anteil der Produktionskosten weiterverrechnen, da insbesonde- re bei wissenschaftlicher Fachliteratur  – die eine kleinere Zielgruppe und damit geringere Absatzmöglichkeiten aufweist als beispielsweise populär- wissenschaftliche oder Unterhaltungsliteratur  – oft die notwendigen Ab- satzzahlen nicht erreicht werden können, um bei akzeptablem Ladenpreis die gesamten Publikationskosten inklusive eines Gewinnes für den Verlag zu decken. Für die restlichen Kosten trägt der Zuschussverlag das unter- nehmerische Risiko und kalkuliert hierfür auch die zu erwartenden Ab- satzzahlen ein, während Selbstkostenverlage keinerlei unternehmerisches Risiko tragen.38 Im Gegensatz zu Selbstkostenverlagen schließen Zuschuss- verlage außerdem mit den Autorinnen und Autoren einen Verlagsvertrag gemäß Verlagsgesetz ab und übernehmen Services wie Lektorat und Marke- 36 Beispielsweise wird der Begriff »Selbstkostenverlag« erwähnt in: Hans Natonek, »Selbst- kostendichtung«, Die Weltbühne 25, 2. Halbjahr (1929): 171, zuletzt geprüft am 19.12.2019, https://archive.org/details/DieWeltbhne25-21929/page/n187 37 Vgl. Eduard Schönstedt, Der Buchverlag: Geschichte, Aufbau, Wirtschaftsprinzipien, Kalkula- tion und Marketing, 3. vollst. überarb. u. erw. Aufl. (Stuttgart: Metzler, 2010), 62–64. 38 Vgl. ebd.
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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