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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Lisa Schilhan, Karin Lackner178 tingmaßnahmen. Derlei verlagsübliche Dienstleistungen werden von reinen Selbstkostenverlagen in der Regel nicht angeboten, sondern liegen in der Eigenverantwortung der Autorinnen und Autoren. Gegebenenfalls können bei Selbstkostenverlagen diese Leistungen zugekauft werden. Manche Selbstkostenverlage haben sich auf die Publikation akademischer Ab- schlussarbeiten spezialisiert. Wenn die Autorin bzw. der Autor eine wissenschaft- liche Karriere verfolgt oder zumindest nicht ausschließen möchte, ist jedoch die Publikation der eigenen Abschlussarbeit in einem wissenschaftlichen Fachver- lag empfehlenswert. Im Gegensatz zu Selbstkostenverlagen erfolgt hier eine Begleitung der Publikation, gegebenenfalls mit Überarbeitungshinweisen.39 Auch hier gilt  – wie bei Predatory Journals  –, dass eine Publikation in einem Selbstkostenverlag qualitativ durchaus hochwertig sein kann. Es ist allerdings zu bedenken, dass es oft nur geringe oder keine qualitätssichern- den Maßnahmen seitens der Selbstkostenverlage gibt oder diese zugekauft werden müssen. Daher ist nicht nur bei der Wahl eines derartigen Verlags als Publikationsmedium, sondern auch bei der Verwendung publizierter Li- teratur für die eigene wissenschaftliche Arbeit verstärkt darauf zu achten, ob die inhaltliche Qualität den Anforderungen entspricht und die Regeln der Guten wissenschaftlichen Praxis hinsichtlich Zitierverhalten, Umgang mit den verwendeten Forschungsdaten, Methodik etc. eingehalten wurden. 2.4 Predatory Publishing in der Publikationsberatung Die Erfahrung der Publikationsservices an der Universität Graz zeigt, dass Beratungsangebote zu Predatory Publishing insbesondere von Nachwuchs- wissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gerne genutzt werden. Seit der universitätsweiten Awarenesskampagne (siehe dazu den Abschnitt 7.2 im Beitrag »Zielgruppenspezifisches Marketing« in diesem Band) stieg auch die Aufmerksamkeit der Forschenden gegenüber fragwürdigen Publikationsan- geboten. In Zweifelsfällen werden seither immer wieder die mit dem Thema befassten Mitarbeiterinnen der Bibliothek kontaktiert und um eine Einschät- zung gebeten. Die Bibliothek ist damit eine wichtige Anlaufstelle für die For- schenden zum Thema Predatory Publishing und Fake Journals geworden. 39 Vgl. Barbara Budrich, Erfolgreich Publizieren: Grundlagen und Tipps für Autorinnen und Auto- ren aus den Sozial-, Erziehungs- und Geisteswissenschaften, 3., überarb. u. erw. Auflage, UTB 5148 (Opladen, Toronto: Barbara Budrich, 2019), 62–65.
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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