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Open-Access-Finanzierung 185
Ausschluss von Hybrid-Zeitschriften, wissenschaftliche und verlegerische
Qualitätsstandards vorsehen. Flankierend haben viele Einrichtungen Ver-
einbarungen mit Verlagen abgeschlossen, die die zentrale APC-Abrechnung
für ihre Autorinnen und Autoren regeln. In diesen Fällen werden die Publi-
kationsgebühren direkt mit der Einrichtung abgewickelt. Einige Verlage
räumen bei diesen Programmen außerdem prozentuale Rabatte auf die Ar-
ticle Processing Charges ein.
1.2 Book Processing Charges
Nach dem gleichen Prinzip funktionieren Book Processing Charges (BPCs),
mit denen Buchverlage sich seit kurzer Zeit auf dem Open-Access-Markt
platzieren. Allerdings trifft das Modell hier auf andere Bedingungen, was
die Finanzierbarkeit betrifft. So sind Buchautorinnen und -autoren zwar
häufig damit vertraut, für ihre Publikation bezahlen zu müssen (in Form von
Druckkostenzuschüssen oder der Abnahme von Pflichtexemplaren). Doch
sind das Format und dessen Produktion weniger standardisiert und die
BPCs – gemessen am Budget einer einzelnen Einrichtung bzw. buchaffiner
Disziplinen – relativ hoch, was sich bislang auch hinderlich auf den Aufbau
zentraler Förderangebote (Publikationsfonds) auswirkte.7
1.3 Offsetting: Hybride APCs und Subskriptionen verrechnen
Offsetting-Verträge zielen auf ein zentrales Problem in der Open-Access-Fi-
nanzierung: Während die Open-Access-Ausgaben steigen, nehmen die Sub-
skriptionskosten keineswegs ab. APC-Zahlungen und Lizenzkosten addieren
sich, da trotz eines wachsenden Open-Access-Sektors beide Publikations-
modelle parallel existieren. Denn bei den genuinen Open-Access-Zeitschrif-
ten handelt es sich größtenteils um Neugründungen. Die Transformation
7 Der österreichische FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) legte
2013 erstmals ein Programm für Open-Access-Buchpublikationen auf. Der Schweizerische
Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) fördert seit 2014 nur
noch Monografien mit eindeutigen Zweitveröffentlichungsrechten (max. 24 Monate Em-
bargofrist) und legte mit OAPEN-CH ein Pilotprojekt zu Open-Access-Buchpublikationen
auf. In Deutschland nimmt seit etwa 2018 die Zahl der Publikationsfonds für Open-Access-
Bücher an den Universitäten zu.
Publikationsberatung an Universitäten
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Titel
- Publikationsberatung an Universitäten
- Untertitel
- Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Autoren
- Karin Lackner
- Lisa Schilhan
- Christian Kaier
- Verlag
- transcript Verlag
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-5072-7
- Abmessungen
- 14.8 x 22.5 cm
- Seiten
- 398
- Schlagwörter
- Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
- Kategorie
- Medien