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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Ulrike Kändler190 aus den deutschen Einrichtungen. Abgerechnet wird beides über eine kom- binierte Gebühr, die sogenannte Publish and Read Fee (PAR Fee). Sie setzt einen pauschalen Preis für Publizieren und Lesen im gesamten Hybrid-Zeit- schriftenportfolio von Wiley an. Doch wie mit dem an erster Stelle akzen- tuierten »Publish« bereits angekündigt, steht hier das Publizieren bzw. die dafür erbrachte Leistung des Verlags im Vordergrund: Die kombinierte PAR Fee fällt nämlich nur bei der Publikation eines Artikels in einer Hybrid-Zeit- schrift an. Das Modell sieht (theoretisch) keine separaten Ausgaben für den Lesezugriff vor. Der Vertrag geht also einen wichtigen und interessanten Schritt, um das Subskriptionssystem zu überwinden und Open Access als Standardmodus in den Geschäftsbeziehungen zu verankern. Allerdings wird dies in letzter Konsequenz von einer Klausel ausgehebelt, die dem Ver- lag Mindesteinnahmen auch bei geringem Publikationsoutput sichert. Die Höhe der PAR Fee orientiert sich überdies nicht an einer erbrachten Leistung, sondern basiert auf einem Status Quo: dem jährlichen Gesamtvolumen der deutschen Bibliothekszahlungen an Wiley. 1.5 Kritik des APC-Modells Artikel-Einzelrechnungen über Open-Access-Fonds begleichen  – das steht heute fast schon synonym für den Alltag der Open-Access-Finanzierung in wissenschaftlichen Bibliotheken. Administrativ ist das extrem zeitauf- wendig. Doch auch bei zentraler Abrechnung oder Verrechnung sprechen schwerwiegende Gründe gegen das output-basierte Modell. Es erzeugt neue finanzielle Barrieren, indem die Bezahlpflicht von den Leserinnen und Lesern auf die Autorinnen und Autoren verschoben wird. Das benachteiligt Forschende ohne Zugang zu entsprechenden finanziel- len Ressourcen  – z.  B. Autorinnen und Autoren aus weniger wohlhabenden Weltregionen oder Angehörige bestimmter wissenschaftlicher Statusgrup- pen. Es setzt darüber hinaus ganze Fachgebiete und Disziplinen unter Druck, die traditionell über weniger gut gefüllte Fördermitteltöpfe verfügen. Article Processing Charges unterliegen längst der gleichen Marktlogik und Preisstrategie wie im Subskriptionssystem. Sie setzen finanzielle An- reize zur Priorisierung von Quantität gegenüber Qualität  – der Geschäfts- zweig der sogenannten Predatory Publisher (siehe Beitrag »Qualitätssiche- rung und Predatory Publishing« in diesem Band) ist hier letztlich nur die
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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