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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Open-Access-Finanzierung 197 schlägig erscheint, die Bewertung von Transformationsbedingungen, das Fehlen einer eigenen Open-Access-Strategie, fehlende bzw. im Subskriptions- system gebundene Mittel, der Wunsch, die eigenen Ressourcen zu schonen, oder die Sorge, dass freiwillige Zahlungen zum Ansatzpunkt für die nächste Budgetkürzung werden könnten. Nicht zu unterschätzen ist darüber hinaus das Haushaltsrecht, da freiwillig geleistete Open-Access-Zahlungen oftmals als Widerspruch zu den Anforderungen von Gegenleistung, Wirtschaftlich- keit und Sparsamkeit interpretiert werden. Daher bieten z.  B. Konsortien Mitgliedschafts- und Mehrwertprogramme, die eine haushaltsrechtlich be- lastbare Gegenleistung beinhalten. Eine Ausnahme macht hier »Subscribe to Open«, das nicht auf freiwilli- ge Mitgliedschaften oder Zahlungen setzt und Freeriding selbst in kleinem Maßstab ausschließt. Stattdessen müssen 100  % der bisherigen Abonnenten ihre Zahlungen fortsetzen, wenn die Zeitschriften tatsächlich transformiert werden sollen. Ansonsten bleiben die Zeitschriften hinter der Paywall und die Abonnementzahlung bleibt Abonnementzahlung. Nach dieser Logik si- chert die Zahlung den Zugang  – ob frei oder kostenpflichtig  – und ist daher in beiden Fällen nicht als freiwillig zu verstehen. 3 Aufgaben für Bibliotheken Als zentrale Infrastruktureinrichtungen in einem komplexen und histo- risch veränderlichen Wissenschaftssystem haben Bibliotheken den Auftrag, Kommunikation und Informationsaustausch ihrer Community zu unter- stützen. Diese Praktiken und Wege ändern sich mit der Open-Access-Trans- formation so grundlegend, dass auch die Bibliotheken ihre Dienstleistun- gen sehr bewusst neu fassen und aufsetzen müssen. Die Finanzierung von Open-Access-Publikationen und Publikationsangeboten wird zu einer zen- tralen Aufgabe, die es im Dienste der Wissenschaft auszugestalten gilt. Was aber heißt »im Dienste der Wissenschaft«? Die klassische Informa- tionsversorgung durch Erwerbung, Sammlung und Lizenzierung ist in den meisten Bibliotheken unmittelbar auf eine lokal begrenzte Community aus- gerichtet. Strategisches Handeln fokussiert darauf, dieser Community auf Basis der zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen das bestmög- liche Informationsangebot bereitzustellen. Open-Access-Finanzierung er- fordert nun, zusätzlich eine gesamtstrategische Perspektive über den lokalen
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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