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Astrid Höller, Christian
Kaier220
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Insbesondere seit den 1990er-Jahren lässt sich ein wachsendes Interesse an
der »Messung« von Wissenschaft feststellen, scheinbar objektive bibliome-
trische Analysen gewinnen somit einen immer größer werdenden Einfluss.
Damit hat sich eine wachsende Anzahl unterschiedlicher Indices bzw. Me-
triken etabliert, die zur Leistungsbeurteilung herangezogen werden – da-
runter der Journal Impact Factor und der h-Index, aber auch neuere Indika-
toren wie Eigenfactor, CiteScore und Altmetrics.
Für die Berechnung des Journal Impact Factor, der 1963 von Eugene
Garfield entwickelt wurde, wird die Anzahl der Zitierungen von Artikeln
einer Zeitschrift im Zeitraum von zwei Jahren durch die Anzahl der im sel-
ben Zeitraum erschienenen Artikel dividiert. Eine besonders häufig zitierte
Zeitschrift gilt demnach als besonders relevant und hochwertig. Der Journal
Impact Factor sagt damit aber nichts über die Zitationshäufigkeit einzel-
ner Artikel aus, die in dieser Zeitschrift erschienen sind.7 Zu den Weiter-
entwicklungen des Impact Factor zählen CiteScore, Scimago Journal Rank
und Source Normalized Impact per Paper (SNIP). Auch der Eigenfactor be-
wertet die Relevanz von Zeitschriften, basierend auf Zitationen über fünf
Jahre.8
Der h-Index ist hingegen eine personenbezogene Kennzahl, die sich aus
der Anzahl der zitierten Publikationen und der Zitierungen eines Forschen-
den errechnet. Ein h-Index von 5 bedeutet, dass zumindest fünf Publikatio-
nen einer Autorin bzw. eines Autors je mindestens fünf Mal zitiert wurden.9
Der h-Index kann allerdings je nach Datenbank abhängig von deren Daten-
7 Weiterführende Information zum Impact Factor siehe z. B. Peng Dong, Marie Loh und
Adrian Mondry, »The ›Impact Factor‹ Revisited«, Biomedical digital libraries 2 (2005),
doi:10.1186/1742-5581-2-7
8 Vgl. Alan Fersht, »The Most Influential Journals: Impact Factor and Eigenfactor«, Procee-
dings of the National Academy of Sciences of the United States of America 106, Nr.
17 (2009): 6883–
84, doi:10.1073/pnas.0903307106
9 Weiterführende Information zum h-Index siehe z. B. J. E. Hirsch, »An Index to Quantify an
Individual’s Scientific Research Output«, Proceedings of the National Academy of Sciences of the
United States of America 102, Nr. 46 (2005): 16569–72, doi:10.1073/pnas.0507655102
Publikationsberatung an Universitäten
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Titel
- Publikationsberatung an Universitäten
- Untertitel
- Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Autoren
- Karin Lackner
- Lisa Schilhan
- Christian Kaier
- Verlag
- transcript Verlag
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-5072-7
- Abmessungen
- 14.8 x 22.5 cm
- Seiten
- 398
- Schlagwörter
- Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
- Kategorie
- Medien