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Sichtbarkeit und Auffindbarkeit wissenschaftlicher Publikationen 247
dass User eine »relevante« Sortierung erhalten. Diese sogenannte Relevanz-
sortierung bzw. das Ranking basiert auf Algorithmen, die als »Betriebsge-
heimnis« des jeweiligen Anbieters angesehen werden. Schließlich ist es etwa
bei Suchmaschinen wie Google entscheidend, welcher Anbieter die »besten«
Ergebnisse liefert. Ziel ist dabei nicht immer, die größtmögliche Anzahl an
Treffern zu bieten, sondern eine möglichst hohe Relevanz der Treffer auf
den ersten Seiten der Trefferliste zu erreichen.
Um diese Relevanzsortierung zu ermöglichen, wird eine Vielzahl an Fak-
toren berücksichtigt. In welcher Zusammensetzung und Bewertung diese
Faktoren einbezogen werden, wird zwar nicht im Detail veröffentlicht, je-
doch ist es möglich, die Grundzüge dieser Sortierung nachzuvollziehen.
Ein zentrales Element sind die bibliografischen Metadaten der Datensätze.
Formale Daten wie Titel, Untertitel, Namen der Autorinnen und Autoren,
Identifier, Schlagworte usw. werden bei jeder Suchanfrage ausgewertet und
gereiht. Das Suchsystem wertet die Häufigkeit des Suchbegriffes in den
Metadaten aus, aber auch die Relevanz der Fundstelle. Lautet die Suchan-
frage beispielsweise »Klimawandel«, wird ein Dokument, das den Such-
begriff im Titel aufweist, höher gerankt als ein Dokument, bei dem dieser
Suchbegriff nur im Abstract vorkommt. Dieses einfache Beispiel zeigt die
grundsätzliche Vorgehensweise der Relevanzsortierung. Je »prominenter«
ein Suchbegriff in den Metadaten des Dokuments vorkommt, umso weiter
vorne in der Trefferliste wird es gereiht.
Doch nicht nur die Platzierung des Wortes in Titel, Abstract etc. beein-
flusst das Ranking. Auch die Häufigkeit, mit der ein Wort in den Metadaten
bzw. im Volltext vorhanden ist, spielt eine Rolle. Je öfter der Suchbegriff in
den Metadaten vorkommt, zum Beispiel auch mehrfach im Abstract und im
Volltext, umso mehr Relevanzpunkte werden dem Dokument zugeordnet.
Je nach Suchmaschinentechnologie werden noch viele weitere Faktoren wie
Zitationen, die Beziehung zur Gesamtanzahl an gefundenen Dokumenten,
Impact Factor etc. berücksichtigt. Viele dieser Faktoren sind von Biblio-
thekarinnen und Bibliothekaren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissen-
schaftlern nicht beeinflussbar. Zu jenen Faktoren, die optimiert werden
können, gehören Titel, Abstract und Schlagwörter.
Mit Hilfe von ASEO soll sowohl den Suchsystemen als auch den Nutze-
rinnen und Nutzern eine schnelle und bessere Identifizierung relevanter
Dokumente ermöglicht werden. Es ist nicht Ziel von ASEO, Suchsysteme
zu manipulieren, um ein höheres Ranking zu erreichen. Die Entwicklung
Publikationsberatung an Universitäten
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Titel
- Publikationsberatung an Universitäten
- Untertitel
- Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Autoren
- Karin Lackner
- Lisa Schilhan
- Christian Kaier
- Verlag
- transcript Verlag
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-5072-7
- Abmessungen
- 14.8 x 22.5 cm
- Seiten
- 398
- Schlagwörter
- Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
- Kategorie
- Medien