Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Medien
Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Seite - 252 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 252 - in Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services

Bild der Seite - 252 -

Bild der Seite - 252 - in Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services

Text der Seite - 252 -

Lisa Schilhan252 2.2 Schlagwortoptimierung Um die Auffindbarkeit wissenschaftlicher Publikationen zu erhöhen, ist es unbedingt empfehlenswert, aussagekräftige Schlagwörter zu verwenden. Diese zu vergeben ist ein traditioneller Tätigkeitsbereich von Bibliothekarin- nen und Bibliothekaren. Diese beschlagworten Medien, die von der Bibliothek angekauft werden, um deren Auffindbarkeit im Bibliothekskatalog und da- durch deren Nutzung zu erhöhen. In gleicher Weise sollten auch Forschende, wenn sie bei der Einreichung eines Papers zur Angabe von Autorenschlag- wörtern (Keywords) aufgefordert werden, ihre Publikationen bestmöglich beschlagworten, um deren Auffindbarkeit zu erhöhen. In der Publikations- beratung sollten dazu die Begriffe »Stichwort«, »Schlagwort«, »GND« und »Thesaurus« erklärt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich mit Hilfe von Thesauri über mögliche passende Schlagwörter informieren. Disziplinspezifische Thesauri wie beispielsweise MeSH (Me- dical Subject Headings) oder EMTREE (Embase Subject Headings) helfen bei der Auswahl von richtigen Schlagwörtern, doch auch zahlreiche Fach- datenbanken bieten eigene durchsuchbare Thesauri. Die Keyword-Tools von Google wie Google Trends können in der Beratung kritisch erwähnt werden. In der Beratung soll die Basis dafür geschaffen werden, »enge« und »brei- te« Fachbegriffe und deren Unterschied in der Effektivität der Suche bzw. Auffindbarkeit unterscheiden zu können. Wenn ein »enger« (also sehr spe- zieller) Fachterminus im Titel bereits erwähnt wird, kann in den Schlagwör- tern der »breitere« Begriff verwendet werden, um durch mehrere Suchen gefunden zu werden, d.  h. eine größere Varianz aufzuweisen. Ein Schlag- wort sollte immer in der Einzahl und nicht dekliniert angegeben werden. Die Autorinnen und Autoren sollten sich in die Perspektive der Suchenden hi- neinversetzen: Wie würde man selbst suchen, um diesen Artikel zu finden? Nicht aussagekräftige Wörter wie Vergleich, Charakterisierung, Kritik etc. sollten vermieden werden. Sinnvoll ist es, das behandelte Thema mit seinem zeitlichen Aspekt, dem Ort oder dem Land, einer behandelten Person oder der Methode zu beschreiben. Die Schlagwörter sollen indikativ sein, d.  h. über den Inhalt Auskunft geben und nicht das Ergebnis der Studie beschrei- ben. Es sollten weiters nicht zu viele Schlagwörter verwendet werden, um ein »keyword spamming« zu vermeiden. Diese werden von Suchmaschinen automatisch von der Ergebnisliste geblockt. Eine Zahl von drei bis sieben Schlagwörtern pro Artikel hat sich bewährt.
zurück zum  Buch Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services"
Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Publikationsberatung an Universitäten