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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Publizieren und Promovieren 269 Karriere in den Geisteswissenschaften empfiehlt sie am Ende der Post-Doc- Phase die Publikation eines zweiten Buches (wiederum in einem Verlag mit hoher Reputation) oder einer Reihe von peer-reviewten Zeitschriftenarti- keln. Diese Veröffentlichungen sollen belegen, dass man über einen engen Spezialbereich hinaus mit relevanten Forschungsfeldern des eigenen Faches vertraut ist. Es ist deshalb sinnvoll, diese Forschungsfelder vorab zu identi- fizieren und strategisch inhaltliche Lücken in der Publikationsliste zu schlie- ßen. Zu entscheiden ist dabei auch, ob man grundsätzlich weiterhin im Forschungsbereich der Dissertation bleiben oder sich einen neuen Bereich erarbeiten möchte, um so auch das häufig für die Berufung auf Professuren geforderte breite Spektrum an Forschungsthemen abzudecken.23 Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass in beiden Varianten eine Spannung ins Spiel kommen kann, die sich aus einer karrierebewussten An- passung an bei gleichzeitiger intellektuell-kritischer Distanzierung von  – con- tradictio in adiecto  – quantitativen Qualitätsmessungen im Publikationsbe- reich ergibt. In Abschnitt  5 »Kritik der Exzellenz/Quantifizierung« sowie in der Schlussbemerkung dieses Beitrags gehe ich etwas ausführlicher auf meta- reflexive Zugänge zu wissenschaftspolitischen Herrschaftsinstrumenten (beispielsweise »qualitätssichernden Maßnahmen«) sowie davon abhebenden bewussteren Entscheidungsprozessen bei wissenschaftlichen Karrieren ein. 4.4 Netzwerke und Vergleichsmöglichkeiten Wie generell im Promotionsprozess ist es auch im Kontext der langfristigen Publikationsstrategie wichtig, die Erwartungshaltungen der Dissertations- betreuenden zu kennen und entsprechend zu agieren. Am geeignetsten ist hierfür ein persönliches Gespräch, das Doktorandinnen und Doktoranden mit der Erstellung einer Agenda zu für sie offenen Aspekten des Publika- tionsthemas vorbereiten. Die wesentlichen Ergebnisse dieses Gesprächs sollten von den Doktoratsstudierenden notiert und in einem von beiden Sei- ten bestätigten Protokoll festgehalten werden.24 23 Vgl. ebd., 202–203. 24 Eine solche Kommunikationsstrategie empfahl Kathrin Ruhl (Universität Koblenz-Lan- dau) bei ihrem am 24. April 2013 für das DocService der Universität Graz gehaltenen Workshop »Betreut werden im Doktorat«.
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Titel
Publikationsberatung an Universitäten
Untertitel
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Autoren
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Kategorie
Medien
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