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Reflexiver Kosmopolitanismus - Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
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156 REfLExIvER KoSMoPoLITANISMUS a. Du änderst deinen Nachhauseweg, um jeglichen Konflikt zu vermeiden. b. Du gehst zur Polizei, da du glaubst, dass nur eine externe und offizielle Auto- rität dir in einer solchen Situation, die völlig fremd für dich ist, helfen kann. c. Du bist der Meinung, es sei die einzige Lösung, auf Gewalt mit Gewalt zu re- agieren, und du bittest deinen älteren Bruder, dir zu helfen. d. Du bittest deinen älteren Bruder und dessen Freunde, dich zu begleiten und zu beschützen, um in deren Beisein die Jugendlichen nach dem Grund ihrer Angriffe zu fragen. e. Andere Lösungen: … 3. Wenn du Gennaro wärst, wie würdest du dich aufgrund des Verhaltens deiner Mitschülerinnen und Mitschüler sowie deiner Lehrerinnen und Lehrer fühlen? Begründe deine Wahl: a. Als würdest du täglich geschlagen werden b. Frustriert, weil dich niemand wertschätzt c. Resigniert, weil du denkst, du seist wertlos d. Du kümmerst dich nicht darum, weil du denkst, die Anderen sind alle dumm, während deine Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitschülerinnen und Mitschü- ler in der alten Schule doch ganz in Ordnung waren. e. Andere Lösungen: … Übung: Formen von Gewalt Gib bezugnehmend auf die vorangegangene Übung an, ob Gennaro deiner Mei- nung nach ein Opfer von Gewalt ist, und identifiziere die verschiedenen Arten von Gewalt. Dann erstelle eine Liste an Beispielen, anhand derer du gewaltsame Verhaltenswei- sen identifizieren kannst, und begründe dies. Leitgedanke 3: Privateigentum In dieser Episode beansprucht eine Gruppe von Jugendlichen das Recht, einen Teil des öffentlichen Parks wie Privateigentum für sich zu verwenden. Dies wirft verschiedene Fra- gen auf: Was ist der Unterschied zwischen öffentlichem und privatem Eigentum? Gehört das, was wir als „öffentlich“ bezeichnen, allen, niemandem oder dem Staat? Gibt es etwas in der Welt, das niemandem gehört, das wir aber nicht als „öffentlich” definieren können? Das Konzept des Eigentums wurde politisch erstmals von den Denkern der Aufklä- rung problematisiert. Bis zu diesem Zeitpunkt richtete sich der Fokus auf die Frage nach der fairen Verteilung von Waren, aber Privatbesitz – gleichermaßen von Dingen und Men- schen – galt als unantastbar. So galt es über Jahrhunderte nur als natürlich, Menschen zu bezwingen, sie zu kaufen und zu verkaufen. Zwar wurde durchaus diskutiert, wie Sklaven zu behandeln waren, doch dass Menschen nach Belieben wie Dinge gebraucht wurden, galt in vielen „fortschrittlichen“ Gesellschaften als selbstverständlich. In den Vereinigten Staaten etwa wurde die Sklaverei erst im Jahre 1865 abgeschafft. Wahrscheinlich kannten die Menschen als Jäger und Sammler gar kein privates Ei- gentum (das könnte ein solcher Naturzustand gewesen sein, von dem Philosophen ge- sprochen haben, wie wir im Leitgedanken 1 erfahren haben). Mit der Entwicklung und Beständigkeit der Agrarkultur schritt auch die Aneignung von kultivierbarem Land voran. Das war letztlich auch die Ansicht von Rousseau, der, im Gegensatz zu Hobbes, den Na-
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Reflexiver Kosmopolitanismus Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
Titel
Reflexiver Kosmopolitanismus
Untertitel
Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
Herausgeber
Ediciones La Rectoral
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-SA 4.0
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
190
Kategorien
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