Seite - 158 - in Reflexiver Kosmopolitanismus - Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
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158 REfLExIvER KoSMoPoLITANISMUS
Ein Stadtpark
Mein Körper
Meine Freundin/mein Freund
Ein Auto
Ein Bus
Die U-Bahn
Die Meeresküste
Meine Eltern
Ein Buch
Ein Feld
Eine Wiese
Ein Job
Ein Sohn/eine Tochter
Leitgedanke 4: Eigentum/Besitz/Zugehörigkeit
Das Thema Eigentum kann aus einer Perspektive gesehen werden, indem nicht der Besitz
von „Dingen” betrachtet wird, sondern indem der Schwerpunkt auf die Verhältnisse zwi-
schen Eigentum und Menschen gelegt wird.
An dieser Stelle können wir die neuen Formen der Sklaverei einbeziehen, die auf
der gesamten Welt herrschen, und die Reflexionen und Fragen, die die Bedeutung von
„jemandem gehört etwas“ aufwirft. In welchem Sinne kann ich behaupten, ich gehöre mir
selbst? Und wenn ich mir selbst gehöre, soll ich alle Menschen, die in irgendeiner Hinsicht
Teil meines Lebens sind, als Besitz meiner selbst auffassen?
Nehmen wir ein Beispiel: Nach italienischem Gesetz gelten Menschen ab dem Alter
von 18 Jahren als erwachsen. Bedeutet dies, dass sie bis dahin der Besitz ihrer Eltern
sind? Welche sind die Grenzen, die die Rechte der Eltern über „ihre“ Kinder definieren?
Wir sprechen oft von Menschen, indem wir sie als „unsere“ definieren, indem wir das
Possessivpronomen verwenden: mein Sohn, mein Bruder, meine Freundin. Wir meinen
damit ihre Zugehörigkeit zu unserer Familie oder unserem Freundeskreis. Es gibt einen
Unterschied zwischen Eigentum, Besitz und Zugehörigkeit. Viele Neapolitaner und Ne-
apolitanerinnen definieren sich selbst „zugehörig zu“ ihrer Familie (in einem sehr weiten
Sinne) oder zu ihrer Nachbarschaft. Es ist wichtig, den Unterschied zwischen „Zugehörig-
keit“ im Sinne von Besitz und im Sinne einer „sozialen und/oder emotionalen Bindung“ zu
reflektieren. Gibt es eine Verbindung zwischen diesen beiden Begriffen?
Diskussionsplan: Eigentum
1. Welchen Unterschied gibt es zwischen öffentlichem Eigentum und privatem Ei-
gentum?
2. Kann ich alles, was meine Person betrifft, als mein Eigentum auffassen?
3. Kann ich mich selbst als mein Eigentum auffassen?
4. Kann ich meine Mutter als mein Eigentum auffassen?
5. Kann ich meine Freundinnen und Freunde als mein Eigentum auffassen?
Reflexiver Kosmopolitanismus
Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
- Titel
- Reflexiver Kosmopolitanismus
- Untertitel
- Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
- Herausgeber
- Ediciones La Rectoral
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-SA 4.0
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 190
- Kategorien
- Lehrbücher PEACE Projekt