Seite - 164 - in Reflexiver Kosmopolitanismus - Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
Bild der Seite - 164 -
Text der Seite - 164 -
164 REfLExIvER KoSMoPoLITANISMUS
In Episode 4 ist Gaetano sehr klar, als er, auf seine Art und Weise, Mario als seinen
Freund bezeichnet: Er achtet ihn als Person, da er Mario seit Jahren kennt, ohne sich da-
bei für die Gerüchte zu interessieren, die Mario als Dieb darstellen.
Diskussionspläne und Übungen zu „Toleranz“ und „Vorurteilen“ finden Sie ebenso im Hand-
buch Ella, Episode 6, Leitgedanke 2 „Toleranz“, Diskussionsplan „Toleranz“, wie auch im
Handbuch Hanadi, Episode 5, Leitgedanke 1 „Respekt und Toleranz“, Übung „Toleranz
und Respekt“, Übung „Tolerieren und nicht tolerieren“, und im Handbuch Christian, Epi-
sode 3, Leitgedanke 1 „Vorurteile – Andere kennenlernen”, Diskussionsplan “Generalisie-
rungen, die uns zu Vorurteilen führen”, Übung „Vorurteile“.
Übung: Über sich selbst sprechen
A. Erzähle ein konkretes Beispiel von einer Situation, in der du dich nicht toleriert
gefühlt hast. Berichte über deine Gedanken und deine Gefühle, die du in Bezug
auf dich selbst und gegenüber anderen Menschen, die in diese Situation invol-
viert waren, hattest.
B. Erzähle ein konkretes Beispiel von einer Situation, in der du dich toleriert, aber
nicht akzeptiert gefühlt hast. Erzähle von deinen Gedanken und Gefühlen, die
du in Bezug auf dich selbst und gegenüber anderen Menschen, die in diese Situ-
ation involviert waren, hattest. Gibt es einen Unterschied zwischen toleriert und
akzeptiert sein? Bringe einige Beispiele.
aktivität: Der geheime Code
Die Schülerinnen und Schüler bilden zwei Gruppen. Jede Gruppe repräsentiert eine
bestimmte geschlossene Gemeinschaft und wählt eine Farbe als ihr Symbol und ei-
nen geheimen Code, der ein Wort, eine Nummer oder auch etwas Anders sein kann,
das ausschließlich dieser Gruppe bekannt ist.
Jede Schülerin/jeder Schüler erhält eine Karte in einem Briefumschlag und soll die
Karte für sich alleine lesen und niemandem verraten, was darauf steht. Folgende
Aussagen finden sich auf den Karten: Ich akzeptiere MigrantInnen; Ich akzeptiere Mi-
grantInnen nicht; Ich bin eine Migrantin; ich bin ein Migrant. In jeder Gruppe gibt es
eine Migrantin oder einen Migranten. Diese geben sich zu erkennen und verlassen
ihre Gemeinschaft, um in die andere zu „emigrieren“. Sie sollen nun in der neuen
Gemeinschaft Fragen stellen, um den jeweiligen geheimen Code herauszufinden.
Diejenigen, die die Karten mit „Ich akzeptiere MigrantInnen“ erhalten haben, geben
korrekte Hinweise, während diejenigen, die die Karten mit „Ich akzeptiere Mitgran-
tInnen nicht“ erhalten haben, falsche Hinweise geben. Der Migrant bzw. die Mig-
rantin hat 15 Minuten Zeit, um den geheimen Code der Gruppe herauszufinden.
Beachte: Wer eine Karte mit „Ich akzeptiere MigrantInnen“ erhalten hat, muss dem
Migranten bzw. der Migrantin zu verstehen geben, dass er bzw. sie aufrichtig und
vertrauensvoll ist. Während derjenige bzw. diejenige, der bzw. die die Karte mit „Ich
akzeptiere MigrantInnen nicht“ erhalten hat, Lügen erzählen muss. Kein Mitglied
der jeweiligen Gemeinschaft darf wissen, was auf den Karten der Anderen steht.
Aber sie können dem Migranten bzw. der Migrantin zu erkennen helfen, wem sie
vertrauen können. Der Migrant bzw. die Migrantin kann frei wählen, wem er bzw.
sie Fragen stellt. Ziel ist es den geheimen Code zu entschlüsseln. Es kann natürlich
auch passieren, dass der Code gar nicht entdeckt wird.
Reflexiver Kosmopolitanismus
Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
- Titel
- Reflexiver Kosmopolitanismus
- Untertitel
- Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
- Herausgeber
- Ediciones La Rectoral
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-SA 4.0
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 190
- Kategorien
- Lehrbücher PEACE Projekt