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IM UND UM DEN PARK (HANDbUCH) 165
Übung: Gemeinsames Begründen
Nach der vorherigen Aktivität fragen Sie die Schülerinnen und Schüler, ob so etwas
auch in Wirklichkeit passieren kann. Stelle dir nun vor, du müsstest einen Ort, in
dem du lange Zeit gelebt hast, verlassen und in ein anderes Land ziehen.
1. Würdest du tatsächlich Menschen treffen, die dich unterstützen wollen? Warum könnte
das geschehen?
2. Würdest du Menschen treffen, die nicht gewillt sind, dir zu helfen? Warum könnte das
passieren?
3. Würdest du akzeptiert werden? Warum?
4. Würdest du toleriert werden? Warum?
5. Würdest du weder akzeptiert noch toleriert werden? Wenn nein, warum nicht?
6. Würde, dass du akzeptiert oder abgelehnt wirst, deiner Meinung nach, von dir abhängen
oder von den Menschen im Gastland?
7. Wofür steht der geheime Code deiner Meinung nach?
Weitere Übungen zum Thema „Begründungen“ finden Sie im Handbuch zu Ella, Episode 2,
Leitgedanke 6 „Begründen“, Diskussionsplan „Begründen“, Übung „Begründen und Erklä-
ren“, Diskussionsplan „Induktives Begründen“, Diskussionsplan „Hypothetisches Begründen
– Denken mit ‚Wenn – dann‘ Aussagen“ und im Handbuch zu Tina und Amir, Episode 2,
Leitgedanke 2, Diskussionsplan „Gründe für das Treffen von Entscheidungen“ ebenso im
Handbuch zu Christian, Episode 3, Leitgedanke 2 „Gute Gründe“, Übung „Die Relevanz von
Gründen“, Aktivität/Übung „Gute und weniger gute Gründe“ und im Handbuch zu Hanadi,
Episode 3, Leitgendanke 2 „Korrelation, Ursachen und Gründe“, Übung „Ursachen und Wir-
kungen“, Übung „Grund und Ursache“ und Episode 7, Leitgedanke 1 „Gründe“.
Leitgedanke 2: Das Vor-urteil/Vorurteil
Ein Vorurteil ist ein Urteil, dass nicht auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft wurde und
nicht auf Fakten bzw. Tatsachen beruht. Wir begründen etwas oft auf der Basis von Vor-
urteilen, wenn wir zum Beispiel das Verhalten oder Aussehen einer Person in Beziehung
zu einer bestimmten Gruppe setzen, obwohl überhaupt nicht erwiesen ist, dass diese
Person zu der Gruppe gehört (z.B.: „Da du eine Glatze hast, bist du ein Skinhead.“).
Umgekehrt kann eine Person zu einer bestimmten Gruppe gehören und man spricht
ihr bestimmte Eigenschaften zu oder ab, nur aufgrund der Zugehörigkeit einer Gruppe
(z.B.: „Da du Italienerin bist, isst du gerne Spaghetti.“). Beispiele für Vorurteile finden
sich auch in Mythen, Legenden, Gerüchten und in Generalisierungen. Nichtsdestoweni-
ger bedeutet dies nicht, dass ein Vorurteil notwendigerweise negative Urteile produziert
oder von negativen Urteilen ausgeht. Manchmal entstehen Urteile aus Hypothesen, die
mangels entsprechender Mittel nicht geprüft werden können. Deshalb können Vorurtei-
le, da sie Vor-urteile sind, unter bestimmten Umständen zu fertigen Urteilen transfor-
miert oder widerlegt werden.
Weiteres finden Sie dazu in den Handbüchern Ella, Episode 2, Leitgedanke 5 „Vorurteile“,
Diskussionsplan „Vorurteile“ und Christian, Episode 3, Leitgedanke 1 „Vorurteile – Andere
kennenlernen“, Diskussionsplan „Generalisierungen, die uns zu Vorurteilen führen”, Übung
„Vorurteile“.
Reflexiver Kosmopolitanismus
Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
- Titel
- Reflexiver Kosmopolitanismus
- Untertitel
- Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
- Herausgeber
- Ediciones La Rectoral
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-SA 4.0
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 190
- Kategorien
- Lehrbücher PEACE Projekt