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Richard Schaukal in Netzwerken und Feldern der literarischen Moderne
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HeinrichVogeler, die diemarktstrategischeHinwendung zumBuch- und Zeit- schriftenschmuckum1900verdeutlicht, trugentscheidendzuSchaukals erster Etablierung im literarischenFeldDeutschlandsbei.DerLeipzigerVerlegerHer- mannSeemannpublizierte1902dasvonVogelergestalteteBuchPierrotundCo- lombine, davor hatten bereits die Verlage Tiefenbach (ebenfalls Leipzig), Pierson (DresdenundLeipzig) oder Schuster&Löffler (Berlin) ersteWerkedes DichtersaufdenMarktgebracht.DochdiePublikationen führtennicht zueiner dauerhaftenAnbindungandie renommiertenKulturverlagederZeit. Für SchaukalsWirken als Schriftsteller ist die Verbindung nachMünchen hervorzuheben,die ihmzwischen1902und1910einegünstigePosition imUm- feld angesehener Zeitschriften einbrachte. Avalun, Die Gesellschaft, Die Insel, Jugend und Simplicissimus veröffentlichten seine Beiträge. In jene Jahre fällt auchderKontaktmiteinigenderausheutigerSichtbekanntestenDichter, etwa mitRilke,ThomasundHeinrichMannsowiemitHesse,die zumTeil fürdiesel- benZeitschriften tätigwarenwieSchaukal. Bis zu seinem Tod im Jahr 1917 publizierte der renommierte Verleger GeorgMüller 22WerkeRichard Schaukals,10 darunter auch in siebenAuflagen Andreas von Balthesser.11 Der Kontakt zu Franz Blei, der als Insel-Redakteur demMünchen-Netzwerk angehörte, führte nach dem Ende der Zeitschrift zu zwei Veröffentlichungen beim Insel-Verlag. Schaukal generierte über den Re- dakteursozialesKapital,dasökonomischeundsymbolischeGewinnenachsich zog.Blei vermittelte auchzwischendenHoffmann-VerehrernHansvonMüller, Kubin und Schaukal; vor allemdas Verhältnis zumGraphiker, Buchillustrator und Schriftsteller Kubin entwickelte sich zu einer lebenslangen Freundschaft undberuhte– imGegensatz zuvielenanderen, intentional geknüpftenVerbin- dungen – auf übereinstimmenden ästhetischen Vorlieben undweltanschauli- chenGemeinsamkeiten. AuchwenndieKontaktenachMünchenSchaukals literarischeSichtbarkeit stärkten, gelang ihm nicht die gewünschte Vermittlung zu Eugen Diederichs, Samuel Fischer, Albert Langen oder – nachAnton Kippenbergs Übernahme– zu Insel. Schaukals Einfluss beschränkte sichmehrheitlich auf Zeitungen und Zeitschriften,wodurch sich seine Präsenz auf einen schnelllebigenTeilbereich des literarischenFeldeserstreckte,deraufgrundwirtschaftlich-merkantiler,po- litischerundsozioökonomischerFaktoren imhohenMaßinstabilwar. 10 Vgl.dieListederSchaukal-VeröffentlichungenimAnhang.DaseinzigenachGeorgMüllers Tod imVerlagpublizierteWerkSchaukalswar imJahr1931derBandGedanken. 11 Vgl.Schaukal:BeiträgezueinerSelbstdarstellung,S.67. ZusammenfassungderErgebnisse 239
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Richard Schaukal in Netzwerken und Feldern der literarischen Moderne
Titel
Richard Schaukal in Netzwerken und Feldern der literarischen Moderne
Autor
Cornelius Mitterer
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-061823-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
312
Kategorien
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