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Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ - Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
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Stefan Simonek „Hört Moskau!“ Russische Literatur in der Roten Fahne Abstract: The essay offers a closer look at the presentation of Russian literature and cul- ture in the daily newspaper Die Rote Fahne [“The Red Flag”] between 1921 and 1930. As a rule, the official newspaper of the Austrian Communist Party did not pay any attention to the aesthetic devices of the Russian avant-garde movement of the 1920s, but interpreted literature in a strictly ideological manner influenced by the politics of the USSR. Zur Zeit der Donaumonarchie und unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg fun- gierten in Österreich vor allem die großen überregionalen Tageszeitungen Neue Freie Presse, Arbeiter-Zeitung beziehungsweise (in geringerem Ausmaß) Reichs- post1 als Informationskanäle in Sachen russischer Literatur und Kultur:  Neben anderen Formaten wie etwa der aus der gleichnamigen Wiener Wochenschrift hervorgegangenen Zeit berichteten diese weltanschaulich an das liberale Groß- bürgertum, die Sozialdemokratie beziehungsweise die Christlich-Sozialen gebundenen Blätter regelmäßig über das russische Kulturleben, über Gastspiele russischer Theatergruppen in Österreich oder über russische Literatur, die zudem durch Fortsetzungsromane und Übersetzungen in ausgewählten Textzeugnissen präsent war. Für die Zeit der Jahrhundertwende hat Stephanie Strini 2010 in einer materialreichen Diplomarbeit die absolute Dominanz von Lev Tolstoj und Maksim Gor’kij (etwa auch gegenüber Fёdor Dostoevskij und Anton Čechov) auf den Seiten der Neuen Freien Presse, der Arbeiter-Zeitung und der Reichspost nachweisen können.2 Zu diesen weltanschaulich deutlich ausdifferenzierten 1 Vgl. Ulrich Weinzierl:  Die Kultur der ‚Reichspost‘. In:  Franz Kadrnoska (Hg.):  Auf- bruch und Untergang. Österreichische Kultur zwischen 1918 und 1938. Wien–Mün- chen–Zürich:  Europaverlag 1981, S.  325–344. 2 Stephanie Strini:  Ein Vergleich der österreichischen Rezeption russischer Literatur in der „Arbeiter-Zeitung“, der „Reichspost“ und der „Neuen Freien Presse“ (1900–1910). Diplomarbeit Univ. Wien 2010. Online unter http://othes.univie.ac.at/12123/1/2010- 11-15_0502601.pdf (dieser und alle weiteren Links wurden letztmals am 18.2.2016 eingesehen). Zur Rezeption russischer Literatur in der Zeit vgl. Alois Woldan:  Russ- land und die russische Literatur in der „Zeit“ zwischen 1894 und 1904. In:  Johann Holzner, Stefan Simonek, Wolfgang Wiesmüller (Hgg.):  Russland  – Österreich. Lite- rarische und kulturelle Wechselwirkungen. Bern:  Peter Lang 2000, S.  159–175; zur Aufnahme russischer Literatur in österreichischen Zeitschriften der Moderne vgl.
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Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Titel
Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹
Untertitel
Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Autor
Primus-Heinz Kucher
Herausgeber
Rebecca Unterberger
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-631-78199-9
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
466
Kategorie
Kunst und Kultur
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