Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ - Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Seite - 387 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 387 - in Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ - Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938

Bild der Seite - 387 -

Bild der Seite - 387 - in Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ - Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938

Text der Seite - 387 -

Martin Erian „Endlich unser Vaterland, Sowjetrußland“ Zu Russland-Diskursen im Feuilleton der Wiener Roten Fahne Abstract: The paper presents a panoramic overview of feuilletonistic contributions and discussions about everyday life of Soviet Russia focussing on the daily newspaper Die Rote Fahne and covering a wide range of authors:  more known authors, like L.  Körber and Frida Rubiner and very productive ones, like Otto Heller who has published for example the novel Sibirien. Ein anderes Amerika (1930), and also essentially smaller texts of lesser known so called “worker-correspondents”. „Wien [ist] kein Boden für Bolschewikismus!“1 Karl Schönherrs Befund, von Arthur Schnitzler am 3.  November  1918 im Tagebuch notiert, sollte sich letzt- lich bewahrheiten, doch in den Tagen des „revolutionären Kleinkriegs“2 1918/19 fürchtete man auch im Nachkriegsösterreich sozialistische Umwälzungen wie in Budapest und München. Angeführt von der Roten Garde um Egon Erwin Kisch und Elfriede Eisler-Friedländer, der späteren Ruth Fischer, sorgten die Kommu- nisten bei der Ausrufung der Republik, als sie die rot-weiß-rote Flagge zerschnit- ten und einen roten Fetzen vor dem Parlament aufziehen ließen, ebenso wie bei blutigen Demonstrationen im Frühjahr 1919 für Aufruhr. In den Zwanziger- jahren sollte sich Wien als Knotenpunkt der Kommunistischen Internationale in Mitteleuropa etablieren; die im November 1918 gegründete KPÖ blieb jedoch eine Randnotiz.3 Die Diskrepanz zwischen internationaler Geltung und natio- naler Schlagkraft zeichnete auch die kommunistische Publizistik in Österreich aus:  Während die österreichische Hauptstadt mehrere von Johannes Wertheim 1 Arthur Schnitzler:  Tagebuch 1917–1919. Wien:  Verlag der Österreichischen Akade- mie der Wissenschaften 1985, S.  198. 2 Julius Deutsch:  Aus Österreichs Revolution. Militärpolitische Erinnerungen. Wien:  Verlag der Wiener Volksbuchhandlung 1921, S.  47. 3 Vgl. Herbert Steiner:  Die Kommunistische Partei. In:  Erika Weinzierl/Kurt Skalnik (Hgg.):  Österreich 1918–1938. Geschichte der Ersten Republik. Bd.  1. Graz–Wien– Köln:  Styria 1983, S.  317–329; Hannes Leidinger:  „Klein-Berlin“:  Wien als Stand- ort der Kommunistischen Internationale von 1919 bis 1927. In:  Barry McLoughlin, ders., Verena Moritz:  Kommunismus in Österreich 1918–1938. Innsbruck–Wien– Bozen:  Studienverlag 2009, S.  123–152.
zurück zum  Buch Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ - Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938"
Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Titel
Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹
Untertitel
Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Autor
Primus-Heinz Kucher
Herausgeber
Rebecca Unterberger
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-631-78199-9
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
466
Kategorie
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹