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Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ - Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Seite - 423 -
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Ester Saletta Weiblichkeit  – Macht  – Literatur:  Das Bild Katharinas der Großen in der Literatur, im Theater und in der Filmkunst der 1920er und 1930er Jahre Abstract: Catherine the Great, often considered and described for her attractive appear- ance and discussed relationships, occupied a little known role in Viennese and international interwar cultural life. G.B. Shaw’s and A.  Savoir’s dramatic pieces were often performed, G.  Kaus published a biographical novel in 1935 and Paul Czinner directed the famous cinematographic opera The Rise of Catherine the Great (1934), one of the most instructive approaches to her troublesome and unsatisfactory marriage with Peter III. 1 Historisch-biographische Skizze Katharina die Große, schon zu ihrer Zeit nach antiken Kaiserinnen auch „Messalina des Nordens“ oder „nordische Semiramis“ genannt, ging neben ihren Verdiensten, das heißt ihrem strategischen Geschick und ihrer erfolgrei- chen Machtpolitik, aber auch wegen ihres eigenwilligen Lebenswandels in die Geschichte ein;1 über Jahrhunderte war sie daher Zielscheibe von Häme und 1 Vgl. Claus Scharf:  Das Zeitalter Katharinas II. Traditionen und Probleme der For- schung. In:  Manfred Hellmann, Gottfried Schramm, Klaus Zernack (Hgg.):  Handbuch der Geschichte Russlands. Stuttgart:  A. Hiersemann 2001, Bd.  2, S.  527–567:  Scharf verweist darauf, dass bereits bis 1980 rund 2700 Titel in Form von einschlägigen Bio- graphien und Studien vorlagen. Neuere Würdigungen tendieren dazu, ihre Leistungen in den Vordergrund zu rücken, nicht ohne auf kritische Anmerkungen zu verzichten. Vgl. auch:  Marc Raeff:  Katharina II. In:  Hans-Joachim Torke (Hg.):  Die russischen Zaren 1547–1917. München:  Beck 1995, S.  233–261, wo im Fazit explizit festgehal- ten wird, dass neuere, quellengestützte Forschungen Katharinas „Lebenswerk mehr Gerechtigkeit widerfahren […] lassen“, wofür Raeff neben ihren außenpolitischen Erfolgen die Bildungsreform und die administrative Neuordnung hervorhebt. Ähn- lich positiv auch:  Heiko Haumann:  Geschichte Russlands. München:  Piper 1996, bs. S.  270f.; zurückhaltender, wenngleich bereits im Kapitel-Titel „Katharina II.  – die Aufgeklärte:  Rußland auf dem Weg nach Europa“ grundlegend anerkennend äußert sich:  Detlef Jena:  Die Zarinnen Rußlands (1547–1918). Regensburg–Graz–Wien:  Pus- tet-Styria 1999, S.  179–214; historisch wenig abgestützt, dagegen journalistisch effekt- voll mit z.T.  problematischen Bildern arbeitet das Kapitel „La tiranna illuminata,
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Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Titel
Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹
Untertitel
Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Autor
Primus-Heinz Kucher
Herausgeber
Rebecca Unterberger
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-631-78199-9
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
466
Kategorie
Kunst und Kultur
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