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Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ - Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
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Ester Saletta424 tendenziöser Sexualisierung.2 Das russische Volk dagegen liebte und verehrte sie; Friedrich II. bewunderte sie als Feldherrin und Voltaire bezeichnete sie als „Philosophin auf dem Thron“.3 Katharina II., die aus dem kleinen deutschen Duodezfürstentum Anhalt-Zerbst stammte und bloß mit einer bescheidenen Ausstattung in Russland angekommen war  – „Wenn ich drei oder vier Kleider hatte, so war dies das höchste, und das an einem Hofe, wo man den Anzug täg- lich dreimal wechselt.“4  –, kam nicht wie andere Herrscherinnen an die Macht, weil das Herrscherhaus keinen männlichen Erben vorzuweisen hatte und daher notgedrungen eine Frau inthronisieren musste,5 sondern infolge eines Staats- streichs. Zuerst heiratete sie als Sechzehnjährige den psychisch instabilen, alko- holsüchtigen Thronfolger Peter III.,6 dann komplottierte sie im Jahr 1762 mit Caterina II.  di Russia“ in:  Marina Minelli:  Le regine e le principesse più malvagie della storia. Roma:  Newton Compton 2013. 2 Vgl. z.B. Jan von Flocken:  Das hemmungslose Sexleben einer Zarin. In:  Die Welt (2.12.2015), online unter:  https://www.welt.de/geschichte/article149519577/Das- hemmungslose-Sexleben-einer-Zarin.html (letzter Zugriff:  18.12.2016). 3 Barbara Sichtermann:  Zarin Katharina die Grosse. In EMMA (1.10.2010), online unter:  http://www.emma.de/artikel/die-herrscherinnen-katharina-die-grosse-312619 (letzter Zugriff:  1.10.2016). 4 Katharina die Große von Russland:  Erinnerungen. Von ihr selbst geschrieben. Online unter:  http://gutenberg.spiegel.de/buch/erinnerungen-der-kaiserin-kathari- na-ii-2102/2 (letzter Zugriff:  9.9.2015). 5 Sowohl der schottische, vom Calvinismus inspirierte Theologe John Knox als auch der französische Staatstheoretiker Jean Bodin strichen in maßgeblichen ihrer Schrif- ten, so in The first blast of the Trumpet against the monstrous regiment of women (1558) bzw. in Six livres de la République (1576, dort in Buch IV, Kap.  5) die ‚Wider- natürlichkeit‘ weiblicher Herrschaft heraus; eine ‚Gynäkokratie‘ stürze die von Gott begründete Geschlechterordnung um, was schädliche Folgen für den Staat und die Gesellschaft habe. Dieser Meinung schloss sich auch Friedrich II.  von Preußen an, der 1752 in seinem Politischen Testament festhielt:  „[E] in Mann arbeitet gemeinhin mit mehr Überlegung als eine Frau, er ist mehr zur Arbeit geschaffen und daher mehr imstande, die eingeführte Ordnung in allen Bereichen der Regierung zu erhalten als eine Königin-Witwe, unbekannt in den Geschäften, geneigt, sich von den Ministern regieren zu lassen und unfähig, die Geschäfte, die sich auf die Armee beziehen, gut zu verwalten.“ (Friedrich von Oppeln-Bronikowski (Hg.):  Das Testament des Königs. Online unter:  http://gutenberg.spiegel.de/buch/-5311/1 (letzter Zugriff:  9.9.2015).) 6 Vgl. Carolly Erickson:  La grande Caterina. Una straniera sul trono degli zar [engl. Original:  The Life of Catherine the Great, Empress of Russia]. Mondadori:  Milano 2013, S.  188f. bzw. S.  224f.
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Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹ Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Titel
Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹
Untertitel
Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938
Autor
Primus-Heinz Kucher
Herausgeber
Rebecca Unterberger
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-631-78199-9
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
466
Kategorie
Kunst und Kultur
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