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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Seite - 269 -
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Fortschritt durch Vergleichen 269 sion der Wiener Kunstausstellung von 1847, dass es besser gewesen wäre, wenn man mehr ausländische Maler eingeladen hätte. Nachdrücklich propagiert er den europäi- schen Austausch als Weg zur Verbesserung künstlerischer Qualität : Der Künstler habe ein Herz, das die Welt umfaßt ; er erkenne alle Kunstgenossen als seine Brüder an ; er muß wünschen, aus vollem Herzen wünschen, bessere, andere Leistungen zu sehen und kennen zu lernen. Er schreitet nur vor, wenn er die Fortschritte anderer beachtet, er sollte vor Allem sehen, dass die chinesische Mauer falle, welche die Künstler Deutschlands, Belgiens und Frankreichs von Wien absperrt.46 Eitelberger bezeichnet das »Zulassen fremder [und den] theilweise[n] Ankauf der vor- trefflichsten Bilder« als »eine höchst heilsame pädagogische Maßregel, wodurch auch dem ärmeren Künstler ein Ersatzmittel für die Entbehrung der Kunstreisen geboten würde« und fordert ganz konkret, dass der Wiener Kunstverein einen mäßigen aber bestimmten, von jeder Willkür unabhängigen Theil, vielleicht den fünften, um Ankauf der gediegensten Gemälde des Auslandes verwenden [sollte], schon deßwegen, um nicht in der Lage zu sein, ganz Mittelmäßiges zu kaufen und so der Kunst den empfindlichen Schaden zufügen zu müssen, wie es jetzt der Fall ist.47 Überblickt man die Korrespondenznachrichten aus Wien im Schorn’schen Kunstblatt, so scheint dies ein kontrovers diskutiertes Dauerthema gewesen zu sein, bei dem sich Eitelberger für die Zulassung ausländischer Arbeiten einsetzte. Im Jahr 1850 verkündet das Deutsche Kunstblatt, an dem Eitelberger, wie schon beim Schorn’schen Kunstblatt, als Korrespondent aus Wien mitwirkte : Für die deutschen Künstler bricht in Wien eine neue Aera an. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so wird binnen Kurzem das Prinzip der Zulassung nicht österreichischer Künstler auf hiesigen Ausstellungen überall anerkannt werden. Selbst der Kunstverein hat sich bewogen gefunden, diesen Grundsatz aufzunehmen, wie auch der neue Kunstverein, bestimmt statu- tenmässig Ein Drittel des Einkommens für den Ankauf nicht österreichischer Kunstwerke verwendet.48 46 Eitelberger, Wiener Kunstausstellung 1847 (zit. Anm.  26), S.  66. 47 Ebenda, S.  67. 48 Anonym, Wien, 20.  Juni, in : Deutsches Kunstblatt. Zeitung für bildende Kunst und Baukunst. Organ der deutschen Kunstvereine, 1, 1850, S.  207.
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia Rüdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg