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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Seite - 358 -
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358 Monica Scilipoti Trotz aller Bemühungen und Hoffnungen Richard Schönes blieb zudem eine wirk- liche Einbindung der Architektur innerhalb der akademischen Strukturen aus, da die Architektenausbildung damals dem Handelsministerium unterstand. Dieses war nicht bereit gewesen, einen Teil seiner Kompetenzen an das Kultusministerium abzugeben. Obwohl Schöne in seinem Vorhaben sogar vom damaligen Direktor der Bauakademie Lucae unterstützt wurde, scheiterten jegliche Versuche, im Rahmen der Reorganisation der Berliner Akademie die Ausbildung der Architekten zu überdenken, um sie inner- halb der Kunstakademie einzugliedern. Um den Anspruch einer Gleichberechtigung zwischen Malerei, Bildhauerei und Architektur dennoch aufrechtzuerhalten, einigte man sich mit der Vergabe eines ständigen Senatssitzes für den Direktor der Bauaka- demie auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.46 Ein weiterer deutlicher Unterschied zu Wien war zusätzlich die nach wie vor bestehende Verquickung unterschiedlicher Institutionen unter einem Dach : So gehörten auch die Hochschule für Musik und das Institut für Kirchenmusik sowie die Kunst- und Gewerkschule und das Seminar für Zeichenlehrer weiterhin zur Akademie. Es verwundert also nicht, dass nach dem Erlass des Statutes Schöne gegenüber Ei- telberger etwas resigniert von einem für Eitelberger leicht erkennbaren Kompromiss sprach und die Hoffnung äußerte, zumindest eine Grundlage geschaffen zu haben, die nicht zu viele Stolpersteine für die einzelnen Beteiligten bereithalten würde.47 In seiner eigenen Bewertung der hervorgebrachten Reform kam Schöne zu einer kritischeren und realistischeren Einschätzung als sein späterer Biograf Pallat, der diese Aufgabe als gelöst ansah und sie als eines der wichtigsten Zeugnisse von Schönes Kompetenz als Kunstreferent einstufte.48 demie als Behörde vgl. auch W. von Oettingen, Die Königliche Akademie der Künste zu Berlin 1696–1900. Rede zur Feier des allerhöchsten Geburtstages seiner Majestät des Kaisers und Königs am 27.  Januar 1900, Berlin 1900, S.  9 und S.  18. 46 Die Verhandlungen zwischen den zwei Ministerien sind dokumentiert in GStA PK, I.  HA Rep.  76 Ve Sekt.  17 Abt.  I Nr.  11 Bd.  3, Bl.  6 sowie Bl.  28 und Bl.  167, zusätzlich ebenda Bd.  2, Bl.  254–255 und Bl.  311–312. Zur Eingliederung der Architektenausbildung innerhalb der Berliner Kunstaka- demie vgl. auch Lucaes Gutachten (zit. Anm.  37). Selbst die ersten Meisterateliers für Architekten entstanden erst, nachdem Richard Schöne als Kunstreferent nicht mehr für die Kunstakademie zuständig war, obwohl diese bereits im Schönes Entwurf des Statutes vorgesehen waren. GStA PK, I.  HA Rep.  76 Ve Sekt.  17 Abt.  I Nr.  11 Bd.  2, Bl.  222 ; Pallat, Richard Schöne (zit. Anm.  2), S.  57–60. 47 Brief von Richard Schöne an Eitelberger vom 10.05.1875 (WBR, H.I.N.  21.664). 48 Pallat, Richard Schöne (zit. Anm.  2), S.  52. Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia RĂĽdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg